Christmas Prize Prag

von: Antje Bleyer, 04.12.2018, Kategorie: Synchronschwimmen, Schwimmverband NRW, Schwimmjugend

Von 29.11. bis 2.12. nahmen 8 Mädchen des Synchro – Kaders zusammen mit den Trainerinnen Stella Mukhamedova, Tatiana Reich und Doris Walper als Wertungsrichterin am „Christmas Prize“ in Prag teil. In diesem Jahr war dieser Wettkampf besonders gut besucht, allein in der Altersklasse 13-15 Jahre, in der unsere Mannschaft startete, gab es 262 Pflichtschwimmerinnen aus 21 Nationen (u.a. Russland, Japan, Weißrussland, Kasachstan, Schweden, Slowakei, Tschechien, Schweiz, Griechenland, Malta usw. usw.).

Sehr früh am Donnerstagmorgen startete die Gruppe in Düsseldorf und landete in Prag bei eisigen Temperaturen. Eilig suchte man das vom Ausrichter vermittelte Hotel auf, wo man leider feststellte, dass die Gruppe umgebucht worden war. Also wieder mit „Sack und Pack“ in die eisige Kälte und das andere Hotel suchen. Endlich hier angekommen, waren alle froh über eine Verschnaufpause, bevor es zum ersten und einzigen Training mit Musik ins Bad ging. Im Training zeichnete sich schon ab, das es sehr voll in der etwas in die Jahre gekommenen Halle werden würde, zudem gab es nur eine kurze tiefe Zone, die Hälfte des Beckens war für Küren eigentlich nicht geeignet. Nicht gerade ideale Bedingungen, aber alle waren voll motiviert für den Wettkampf.

Freitag begann der Pflichtwettkampf, auch hier in etwas unüblicher Art und Weise. Auf Grund des großen Teilnehmerfeldes und beengten Bades hatte man in 3 Einschwimmgruppen geteilt, leider traf es uns mit der ersten, sodass dann zwischen Einschwimmen und Wettkampf über zwei Stunden lagen. Der Pflichtwettkampf begann um 15.00 und dauerte fast 6 Stunden, da hieß es für alle Beteiligten Nerven halten. Hinzu kommt, das seit kurzem die Fina Regeln etwas geändert wurden: Eine nicht korrekt absolvierte Übung darf nicht wie bisher wiederholt werden, sondern wird mit Null gewertet, wenn z.B. nicht die geforderte Schraube oder Drehung in exakter Ausführung vorhanden ist. Per Videokontrolle wird bei Zweifeln geprüft, auch das kostete viel Zeit, da bei der Übung „Rio“ ca. 30 mal 0 vergeben wurde. Leider blieb auch unsere Mannschaft nicht ganz davon verschont, aber selbst routinierten Synchronschwimmerinnen kann schnell so ein Fehler unterlaufen. Um 21.00 stand dann endlich das Ergebnis fest und die Startreihenfolge der Duette für den kommenden Tag konnte ausgelost werden. Unsere Duett mit Nicole Davidovich und Klara Bleyer lag in der Pflicht so weit vorne (Klara Platz 5, Nicole Platz 25 von 262) das in der letzten „guten“ Startgruppe neben der Top – Nation Japan geschwommen wurde.

Klara und Nicole hatten sich mit ihrer Trainerin Stella darüber geeinigt, das sie in diesem Wettkampf mit ihrer neuen, etwas angepassten, aber eigentlich technischen Kür starteten, da das neue Programm für die Freie Kür noch nicht aufgestellt worden war. Ob es nun daran lag, das sie somit in der „künstlerischen Note“ etwas Abzug hatten oder eben der eine halbe Punkt in der Pflicht fehlte, am Ende belegte unser Duett den Platz 4 von 35! Duetten, zwar mit der drittbesten Kürwertung dicht hinter zwei japanischen Duetten, aber in der Gesamtsumme mit Pflichtergebnis einen halben Punkt hinter Platz 3. Trotz dieser undankbaren Platzierung ein unglaublicher Erfolg für unser Duett oder wie unsere Trainerin Jacky Kather mit Augenzwinkern kommentierte: “Hinter Japan kann man sich schon mal einreihen“. Hier sei erklärt, das Japan zu den Top Synchro – Nationen der Welt gehört…

Gemeinsam mit Nicole und Klara startete dann am Nachmittag die Gruppe, hierzu zählten auch Romia Martin und Susana Rovner (FS Bochum), Mia Duda-Dudynska, Juliane Werwein und Katharina Sorokin (SG Wago) und Cindy Martins (TSV Solingen). Insgesamt gab es 22 Teams in dieser Disziplin. Und auch hier konnte das Vorkampfergebnis verbessert werden, die Gruppe landete ebenfalls auf dem sensationellen vierten Platz, trotz einiger Fehler aber dafür toll präsentierter Heber und Sprünge. Auf den Plätzen 1 bis 3 waren Weißrussland, Slowakei und die Schweiz zu finden. Nun muss man natürlich bedenken, dass die SVNRW Mannschaft sonst, da aus unterschiedlichen Vereinen, nicht zusammen schwimmt und somit von Routine keine Rede sein kann. Zufrieden ging es nach einem sehr langen Wettkampftag zurück ins Hotel.

Am Sonntagmorgen stand nur noch die Freie Kür Solo für unser Team auf dem Programm, hier ging Klara Bleyer für den SV NRW an den Start. Klara hatte sich im Vorkampf Pflicht auf Platz 4 von 30 Solistinnen gekämpft, hinter zwei Aktiven aus Russland und einer Japanerin. Der Abstand zu Japan betrug nur 0,1 Punkte, aber ein Weihnachtsmärchen gibt es im Synchronschwimmen nicht und trotz Klara alles gab und dicht an der japanischen Leistung lag, wurde Japan mit 1,5 Punkten besser gewertet, was wiederum einen 4. Platz von 30 Soli bedeutete, was im Gesamtteilnehmerfeld des Wettkampfes mit Aktiven aus starken Synchro - Nationen natürlich immer noch ein hervorragendes Ergebnis ist.

Nun blieb unserem Team noch Zeit für einen kurzen Trip in die Altstadt und den Weihnachtsmarkt, leider bei nun strömenden Regen. Erschöpft, aber zufrieden bestieg die Delegation des SVNRW am Abend das Flugzeug und landete wieder pünktlich in Düsseldorf.

Das Team bedankt sich ganz herzlich bei unserer Landestrainerin Stella Mukhamedova, der Co-Trainerin Tatiana Reich, unserer Trainerin Jacky Kather (FS Bochum) sowie Doris Walper als Wertungsrichterin, die bei einem so reich besuchten Wettkampf auch ganze Arbeit geleistet hat.

 

Weitere Bilder vom Wettkampf wurden uns von Petr Tůma unter der folgenden Adresse zur Verfügung gestellt: Zum Album

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