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Die „Flotten Socken“

Schon im Bericht „Überblick“ wurde dargelegt, dass bei dieser Gruppe geistig Behinderter zwei Aspekte zusammen kamen:

  • einerseits sind die „Flotten Socken“ eine Tanzgruppe, die sogar über eine eigene Internet-Seite verfügt und buchbar ist:
    http://www.flottesocken-essen.de/home.htm ,
  • andererseits wollten wir sie aber nicht nur für einen kurzen Auftritt nach der Jugendvollversammlung gewinnen, sondern sie mehr oder minder voll in die gesamte Lehrtagung integrieren.

Der Gedanke der Inklusion besagt allerdings nicht, dass immer alle alles gemeinsam machen, sondern dass man einfach Möglichkeiten für alle bietet, und dann die individuellen Stärken und Schwächen sowie Interessen und Ängste berücksichtigt. Dabei ist eine Aufteilung in Behinderte und Nichtbehinderte manchmal sinnvoll, ein anderes Mal überflüssig. Auch alle nichtbehinderten Teilnehmer/innen haben ihre Bewegungsstationen und AGs nach Interesse aber auch nach Gesundheitszustand ausgewählt - bei den geistig Behinderten war das nicht anders (außerdem hatten wir ja auch noch drei sehbehinderte Teilnehmer/innen, für die das genauso galt).

So hatten wir bei den Bewegungsstationen, den AGs und beim Markt der Möglichkeiten ein buntes Miteinander, bei den Theorie-Workshops und während der Jugendvollversammlung einfach ein Alternativ-Programm; im Grunde nichts Anderes als bei der Kinderbetreuung.

Foto: J. Weckelmann
Foto: J. Weckelmann
Foto: J. Weckelmann
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Foto: J. Weckelmann

Es ist für Nichtbehinderte, die vielleicht bisher noch nicht mit Behinderten zusammen gelebt oder gearbeitet haben, völlig normal, dass sie zunächst mal etwas unsicher sind und nichts falsch machen wollen. Aber gerade solch ein spielerisches Miteinander wie bei unserem Jugendtag lässt schnell diese Unsicherheiten schwinden und war hoffentlich im einen oder anderen Fall eine Motivation, die Thematik auch mal im eigenen Verein aufzugreifen.

Eine große Anerkennung gilt es der Betreuerin Margarete Roderig zu zollen, die souverän ihr Grüppchen „im Griff“ hatte, stets gut aufgelegt war und sich von Anfang an gegenüber unseren Vorschlägen sehr aufgeschlossen zeigte.

Tja, und dann der Auftritt am Samstagabend. Alle, die dabei waren, wissen, dass man kaum die Emotionen in Worte fassen kann, die während des Auftritts von der Gruppe zu den Delegierten und von denen wieder zur Gruppe transportiert wurden. Man kannte sich einfach jetzt schon mehr als einen Tag, man hatte schon gemeinsame Aktivitäten hinter sich, man hatte sich kennen gelernt und eventuelle Unsicherheiten verkleinert und so war es fast die logische Folge, das man nun nach einigen Soloaufführungen der Gruppe auch gemeinsam tanzen und feiern wollte. Was für ein schönes Erlebnis!

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Foto: J. Weckelmann
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Foto: J. Weckelmann
Foto: J. Weckelmann

Wir haben übrigens für alle Teilnehmer/innen der Gruppe inzwischen auch noch ein Fotobuch erstellt, so dass sie eine bleibende Erinnerung an dieses wundervolle Wochenende erhalten.

Margarete berichtete uns immer wieder zwischendurch, wie aufgeregt und angetan alle Gruppenmitglieder waren - das ging uns Organisatoren und sicherlich auch vielen der übrigen Teilnhmer/innen ganz genauso.

Also, lotet aus, ob da auch was in euren Vereinen geht! Ihr wisst jetzt, wie schön das sein kann und der Jugendausschuss ist jederzeit bereit, euch dabei mit Rat und Tat zu unterstützen.

Bernd Koch


 

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