Chinas Schwimmstar Sun mit Einspruch gegen Dopingsperre gescheitert (Update)

von: © 2022 AFP, 04.03.2022, Kategorie: Sport-News, Schwimmen (SID)
Sun Yang scheitert mit seinem Einspruch

Sun Yang scheitert mit seinem Einspruch, (c) SID

Im spektakulären Dopingfall um Chinas Schwimmstar Sun Yang ist der dreimalige Olympiasieger mit seinem Einspruch gegen seine über vierjährige Sperre in letzter Instanz gescheitert. Das Schweizer Bundesgericht in Lausanne bestätigte das Urteil des Internationalen Sportgerichtshofes (CAS). Damit kann der 30-Jährige erst ab Juni 2024 kurz vor den Olympischen Spielen 2024 in Paris wieder an Wettkämpfen teilnehmen, nachdem Sun die Olympia-Rennen im Vorjahr in Tokio wegen seiner Doping-Strafe verpasst hatte.

Die Richter in Lausanne wiesen Suns Einspruch in beiden Punkten zurück. Die CAS-Entscheidung stelle einerseits entgegen Suns Darstellung keine Verletzung der fundamentalen Prinzipien der Rechtsordnung dar, und andererseits wäre auch sein Anhörungsrecht nicht eingeschränkt gewesen.

Der CAS hatte im vergangenen Juni in einer Neuverhandlungen des aufsehenerregenden Falles rückwirkend ab Februar 2020 eine Sperre von vier Jahren und drei Monaten gegen den Chinesen ausgesprochen. Vier Monate zuvor hatte der CAS Sun im ersten Anlauf sogar mit einer achtjährigen Sperre belegt, weil seine Dopingprobe im Herbst 2018 mit einem Hammer zerstört worden war.

Der Weltverband FINA hatte zunächst auf eine Sperre verzichtet, worauf die Welt-Anti-Doping-Agentur WADA den CAS anrief. Sun hatte die Tat damit verteidigt, dass die Kontrolleure nicht ausreichend zu identifizieren gewesen seien. Die WADA hatte später schon das erst CAS-Urteil ausdrückliche begrüßt.

Dieser Richterentscheid war allerdings vom Schweizer Bundesgericht im Dezember 2020 wegen Befangenheit des vorsitzenden Richters Franco Frattini (Italien) aufgehoben worden. Sun hatte Revision eingelegt. Der CAS besetzte daraufhin das Schiedsgericht komplett neu.

Der umstrittene Sun, dem von seinen internationalen Konkurrenten immer wieder Dopingvergehen vorgeworfen wurden, gilt als Wiederholungstäter. Der Asiate war bereits 2014 positiv getestet worden.

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