Wasserballer Kreuzmann in "haariger Situation" (Update)

von: © 2005 sid new media, 26.04.2005, Kategorie: Sport-News, Wasserball (SID)

Nationalspieler Tobias Kreuzmann steht unter Dopingverdacht. Der Wasserballer vom ASC Duisburg wurde bei einer Kontrolle in der A-Probe positiv getestet und schreibt den Befund dem Haarausfall-Medikament Propecia zu.

Unter Dopingverdacht: Tobias Kreuzmann (l.)

Unter Dopingverdacht: Tobias Kreuzmann (l.)

In gehörigen Schwierigkeiten befindet sich Wasserballer Tobias Kreuzmann vom ASC Duisburg. Der Nationalspieler wurde bei einer Kontrolle in der A-Probe positiv getestet und steht unter Dopingverdacht. Bei der einige Wochen zurückliegenden Trainingskontrolle wurde in Kreuzmanns Urinprobe die Substanz Finasterid nachgewiesen, die seit Januar 2005 auf der Liste verbotener Wirkstoffe steht.

Haarausfall-Medikament angeblich die Ursache

Laut einer gemeinsamen Pressemitteilung des 23-Jährigen und seines Vereins nimmt der Olympia-Teilnehmer von Athen bereits seit Anfang 2004 das Medikament Propecia gegen Haarausfall. Auf die Öffnung einer B-Probe wurde verzichtet.

Die Kreuzmann von einem Arzt verschriebene Arznei enthält Finasterid, das als Maskierungsmittel benutzt werden kann. Der Antidoping-Beauftragte des Deutschen Schwimm-Verbandes (DSV), Manfred Dörrbecker, hat ein Verfahren eingeleitet. Kreuzmann ist mit sofortiger Wirkung für alle Wettkämpfe gesperrt.

"Nachvollziehbare Eitelkeit hat zu Schaden geführt"

"Eine Leistungssteigerung mit Hilfe einer Substanz ist dem talentierten Wasserballer nie in den Sinn gekommen. Eine nachvollziehbare Eitelkeit eines 23-Jährigen hat zu diesem folgenschweren Schaden geführt", heißt es in der Pressemitteilung. Kreuzmann habe es lediglich versäumt, zu Beginn des Jahres die Dopingliste neu zu überprüfen oder überprüfen zu lassen.

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