Wasserballer kämpfen bei EM um Chance auf Olympia-Comeback (Update)

von: © 2020 AFP, 10.01.2020, Kategorie: Sport-News, Schwimmen (SID), Wasserball (SID)
Marko Stamm und Co. wollen zu Olympia nach Tokio

Marko Stamm und Co. wollen zu Olympia nach Tokio

Um die Chance auf ihr Olympia-Comeback nach zwölf Jahren kämpfen die deutschen Wasserballer bei der EM in Budapest. "Wir haben nur ein Ziel beim Turnier in Ungarn: uns den Platz für das Olympia-Qualifikationsturnier im März zu sichern", sagte Bundestrainer Hagen Stamm. Am Dienstag (14.30 Uhr) gegen Kroatien beginnt für die Auswahl des Deutschen Schwimm-Verbandes (DSV) die Europameisterschaft, der erste Schritt auf dem Weg nach Tokio.

Wahrscheinlich muss das Stamm-Team wie bei der WM im vergangenen Jahr in Südkorea das Viertelfinale erreichen, um weiter von der ersten Olympia-Teilnahme seit Peking 2008 träumen zu können. Titelverteidiger Serbien, Weltmeister Italien und der WM-Zweite Spanien haben das Tokio-Ticket bereits sicher, als Europameister oder hinter diesen drei Topteams kann sich eine andere Nation in Ungarn direkt für das Olympiaturnier in Japan qualifizieren.

Zudem werden vier Plätze für das letzte olympische Qualifikationsturnier in Rotterdam (22. bis 29. März) vergeben, für das die Niederlande als Gastgeber gesetzt sind. "Für so ein Topergebnis wie vergangenen Sommer mit dem WM-Viertelfinale muss bei uns alles stimmen. Da musst eine Topvorbereitung haben und möglichst keine Verletzten, das war zuletzt leider nicht der Fall", erklärte Stamm, der seinen 13-köpfigen EM-Kader - mit sieben Spielern vom deutschen Meister Wasserfreunde Spandau 04 - benannte.

Gleich fünf Nationalspieler hatte nach der WM mit größeren gesundheitlichen Problemen zu kämpfen. Aus dem aktuellen Kader haben nur Marko Stamm und Julian Real bereits an Olympia teilgenommen, 2008 als Jungspunde mit wenig Spielzeit. "Diesmal sind sie die Erfahrenen und damit die Spieler, von denen viel abhängen wird", sagte Stamm. In der EM-Vorrunde trifft die deutsche Mannschaft zudem auf die Slowakei (Donnerstag, 10.00 Uhr) und Montenegro (18. Januar, 18.30 Uhr). Deutlich geringer sind die Chancen der deutschen Frauen, die bereits am Sonntag (16.00 Uhr) gegen Italien in die EM starten.

Das Aufgebot des DSV für die Wasserball-EM in Budapest:

Mateo Cuk, Lucas Gielen, Maurice Jüngling, Ben Reibel, Marin Restovic, Marko Stamm, Denis Strelezkij (alle Wasserfreunde Spandau 04), Kevin Götz, Julian Real, Moritz Schenkel (alle Waspo Hannover), Dennis Eidner (ASC Duisburg), Hannes Schulz (OSC Potsdam), Timo van der Bosch (SV Ludwigsburg)

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