Tischtennis-Herren scheitern an Rumänien (Update)

von: © 2005 sid new media, 28.03.2005, Kategorie: Sport-News

Die Titelträume der deutschen Tischtennis-Herren bei der EM in Aarhus sind geplatzt. Das Team unterlag Rumänien überraschend mit 1:3 und wird erstmals seit 1998 ohne Medaille bleiben.

Timo Boll und DTTB-Team scheitern im Viertelfinale

Timo Boll und DTTB-Team scheitern im Viertelfinale

Die deutschen Tischtennis-Herren sind bei der EM im dänischen Aarhus überraschend an Rumänien gescheitert. Die favorisierte Mannschaft um den Weltranglistenvierten Timo Boll (Gönnern) verlor im Viertelfinale gegen die Osteuropäer 1:3 und bleibt damit erstmals seit 1998 wieder ohne Medaille. Aufgrund des vorherigen Viertelfinal-Ausscheidens für das Damen-Team des Deutschen Tischtennis-Bundes (DTTB) durch ein 1:3 ebenfalls gegen Rumänien stehen sogar zum ersten Mal nach 17 Jahren bei den Siegerehrungen der Mannschafts-Wettbewerbe keine DTTB-Aktiven auf den Podesten.

Boll holt lediglich einen Punkt

Ein Punkt von Boll im Auftakteinzel war beim enttäuschenden K.o. der Vize-Weltmeister die magere Ausbeute. Danach gerieten die DTTB-Herren, bei denen Lars Hielscher (Jülich-Hoengen) mit Fieber das Bett hüten musste, durch Niederlagen des EM-Zweiten Torben Wosik (Frickenhausen) und von Rekordnationalspieler Jörg Roßkopf (Gönnern) bereits unverhofft in Rückstand. Boll konnte danach im Spitzeneinzel gegen den elf Plätze niedriger eingestuften Adrian Crisan nicht mehr die Wende herbeiführen.

Anschließend kommentierte Boll das Ende der Titelambitionen konsterniert mit leerem Blick: "Wenn man Europameister werden will, muss man schon eine Klasse besser spielen. Aber ohne Top-Leistung gibt´s eben eine Rasur." Bundestrainer Richard Prause, dessen Spieler nun am Dienstag gegen Belgien um die Plätze fünf bis acht spielen müssen, übte offen Kritik an der Leistung seines Teams: "Alle haben nicht ihr bestes Tischtennis gespielt und sind zum Teil weit unter den Möglichkeiten geblieben."

"Aarhus ist eine Momentaufnahme"

DTTB-Chefcoach Dirk Schimmelpfennig wollte ein Jahr vor der Team-WM in Bremen allerdings kein Pauschalurteil zulassen: "Fast die gleiche Mannschaft stand vor zwölf Monaten im WM-Finale. Aarhus ist eine Momentaufnahme. Jetzt generell zu sagen, dass der Generationswechsel kommen muss, wäre falsch."

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