Julich fährt Gesamtsieg bei Ardennen-Fernfahrt ein (Update)

von: © 2005 sid new media, 27.03.2005, Kategorie: Sport-News

Radprofi Bobby Julich hat die 74. Ardennen-Fernfahrt als Gesamtsieger beendet und somit die Nachfolge seines deutschen CSC-Teamkollegen Jens Voigt angetreten. Am Ende war Julich acht Sekunden schneller als Thomas Dekker.

Bobby Julich hat allen Grund zur Freude

Bobby Julich hat allen Grund zur Freude

Der US-amerikanische Radprofi Bobby Julich hat die 74. Ardennen-Fernfahrt "Criterium International" für sich entschieden und ist somit Nachfolger seines deutschen CSC-Teamkollegen Jens Voigt. Julich setzte sich bei seinem zweiten Sieg in Charleville-Mezieres nach 1998 mit acht Sekunden Vorsprung vor Rabobank-Youngster Thomas Dekker aus den Niederlanden und acht vor dem Ansbacher Jörg Jaksche (Liberty Seguros) durch. Jaksche durfte sich jedoch im gepunkteten Trikot als "Berg-König" feiern lassen. Voigt kam mit 1:28 Minuten Rückstand auf Rang fünf. Die Rennfahrer der deutschen Rennställe T-Mobile und Team Gerolsteiner ordneten sich in der Endabrechnung im hinteren Teil des Feldes ein.

Zabel konzentriert sich ganz auf "Rund um Köln"

T-Mobile-Kapitän Erik Zabel (Unna), der am Samstag im Schlusssprint der Auftaktetappe nur vom Spanier Isaac Galvez (Illes Balears) geschlagen worden war, trat am Sonntag gar nicht mehr an. Der Sprintstar konzentrierte sich auf sein erstes Saison-Heimspiel am Montag bei "Rund um Köln". "Ich kann nicht zufrieden sein. Ich hätte schon mehr erwartet," kommentierte T-Mobile-Teamleiter Valerio Piwa das enttäuschende Abschneiden.

Seine Chancen auf den dritten Gesamtsieg nach 1998 und 2004 hatte Voigt am Sonntagmorgen auf der Bergetappe der Rundfahrt eingebüßt. Der Berliner verlor 1:28 Minuten auf ein Ausreißer-Quartett, in dem Julich am Ende nach 98,5 km zwischen Vieilles Forges und Montherme mit drei Sekunden Rückstand auf Dekker Dritter hinter Jaksche wurde.

Julich feiert schon dritten Saisonsieg

"Schade für Jens, aber ich habe gerade gute Beine. Natürlich wollten wir alle für ihn fahren, aber dann hat sich der Ausgang aus der Rennsituation in den Bergen entwickelt," sagte Julich, der auch das abschließende Einzelzeitfahren nach 8,2 km in 10:05 Minuten mit drei Sekunden Vorsprung vor Voigt gewann. Für den ehemaligen Telekom-Fahrer war es nach seinem Gesamtsieg bei der Fernfahrt Paris-Nizza bereits der dritte Saisonsieg.

Im Team Gerolsteiner setzten Robert Förster (Markkleeberg) mit Platz drei hinter Galvez und Zabel zum Auftakt sowie Levi Leipheimer die Akzente. Der US-Profi fuhr beim Kampf gegen die Uhr in 10:17,89 die fünftbeste Zeit.

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