Harmonische DSV Mitgliederversammlung vertagt Wahlen

von: Deutscher Schwimm-Verband, 07.10.2019, Kategorie: Schwimmverband NRW

Kassel, 03. Oktober: Der Deutsche Schwimm-Verband e.V. (DSV) bekommt erst im Herbst des kommenden Jahres einen neuen Präsidenten, bis dahin bleibt es bei der Führung durch die Vizepräsidenten Uwe Brinkmann und Wolfgang Hein sowie Leistungssportdirektor Thomas Kurschilgen.

Diesen Beschluss fasste die Mitgliederversammlung gleich zu Beginn mit überwältigender Mehrheit. Nach einem entsprechenden, von den Landesverbänden abgestimmten Antrag, gab es 392 Stimmen dafür und nur 13 dagegen. 

„Wir brauchen Zeit zum Durchatmen, um zu einem neuen Miteinander zu finden. Zum Wohle aller, vor allem unserer Sportler“, erklärte Harald Walter, der den Antrag als Präsident des Bayerischen Schwimmverbandes vortrug.

Von den amtierenden Vizepräsidenten gab es zugleich die Zusage, dass sie trotz erfolgter Wahl bis 2022 ihre Führungsämter bei einer Mitgliederversammlung im Herbst 2020 niederlegen werden, welche zwischen dem 01. Oktober und 30. November zu terminieren ist. Dann werden alle vier Positionen des Vorstandes für zwei Jahre gewählt, um 2022 in den turnusmäßigen Wahl-Rhythmus zu kommen. 

Uwe Brinkmann befürwortete das Vorgehen: „Ich fühle mich bestärkt durch den konstruktiven und durchaus klugen Lösungsvorschlag der Landesverbände, weil so die Erneuerung fortgesetzt werden kann. Wir haben in den letzten Monaten viele Prozesse neugestaltet, weitreichende Personalentscheidungen getroffen und die Weichen für eine nachhaltige Zukunft für den Verband gestellt.“ 

Im Vorfeld hatte es durch eine von Ehrenpräsidentin Christa Thiel geleitete Findungskommission gegeben. Diese hatte vorgeschlagen, ein neues Vorstandsteam mit Peter Obermark an der Spitze zu wählen - dieser Vorschlag wurde aber schon im Vorfeld nicht aufgegriffen. Peter Obermark wurde später auch bei der Wahl zum Sprecher der Länderfachkonferenz Synchronschwimmen die Zustimmung verweigert. Ob wieder eine Findungskommission eingesetzt wird, entscheiden die Mitglieder dann im Frühjahr 2020.

„Mit der heutigen Entscheidung hat die Mitgliederversammlung dem Vorschlag der Findungskommission eine klare Absage erteilt. Der gefundene Kompromiss ermöglicht dem Verband nicht nur Stabilität im Olympia-Jahr, sondern auch die Möglichkeit den eingeschlagenen Weg der Modernisierung und der Strukturveränderungen mit der notwendigen Konsequenz fortzuführen“ erklärte Leistungssportdirektor Thomas Kurschilgen.

„Ich halte das heutige Vorgehen für eine weise Entscheidung“, erklärte auch Claudia Heckmann, die Präsidentin des mitgliederstärksten Verbandes aus NRW. „Zugleich sehe ich es als Aufruf an die Landesverbände, sich konkreter über die Zukunftsgestaltung Gedanken zu machen und sich über das Anforderungsprofil unserer Führungspersönlichkeiten klar zu werden.“

Text: Deutscher Schwimm-Verband

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