FAQ zum Anfängerschwimmen in der Pandemie (akt. 31.05.21)

von: Frank Rabe, 19.05.2021, Kategorie: Schwimmverband NRW, Schwimmen, Schwimmjugend

Seit die CoronaSchVO Kleinkinder- und Anfängerschwimmkurse wieder zulässt haben wir eine Vielzahl von Rückmeldung und Fragen erhalten, die sich auf die konkrete Umsetzung bzw. die Vorgaben beziehen. Da die CoronaSchVO selbst keine inhaltlichen Vorgaben macht, hier die in diesem Zusammenhang von unserer Seite aus gemachten Feststellungen und Auskünfte.

Wir hoffen, sie helfen bei evtl. Diskussionen vor Ort weiter:

  • Als Kleinkind sind idR Kinder von 1-2 Jahren definiert, in Ausnahmefällen bis zu 5 Jahren. Als Kind gilt im deutschen Rechtsraum wer noch nicht 14 Jahre alt  ist (§ 1 JuSchG).
  • In diesem Altersbereich sind somit die typischen Kleinkinderschwimmkurse und die Anfängerschwimmausbildung erlaubt, zu der auch die Wassergewöhnung/-bewältigung gehört.
  • Die Schwimmausbildung endet mit dem Erreichen des sicheren Schwimmens, welches nach Prüfungsordnung und Vereinbarung von Kultusministerkonferenz und dem Bundesverband zur Förderung der Schwimmausbildung, durch den Erwerb des Schwimmabzeichens in Bronze nachgewiesen wird. Diese Sichtweise wurde auch durch Begleiterlass des MAGS NRW zur CoronaSchVO vom 28.05.21 bestätigt.
  • Es gilt für die Anfängerschwimmausbildung, dass diese und Kleinkinderschwimmkurse für Gruppen (PLURAL) von (inzidenzstufenabhängier Anzahl) Kindern (Keine Vorgabe zu den Schwimmlehrern) erlaubt ist. Auf die Vorgaben einer Anzahl von Schwimmlehrern wurde bewusst verzichtet, da bspw. im Tiefwasser auch bei nur fünf Kindern mind. 2 Schwimmlehrer zur Wahrnehmung der Aufsichtspflichten zu empfehlen sind. Wir empfehlen aktuell einen maximalen Betreuungsschlüssel von 1:6.
  • Zur Anzahl von Personen im Becken gibt und gab es keine Vorgaben. Auch in den vergangenen Monaten wurde seitens des Landes nur eine Personenzahl in Bezug auf die Gesamtfläche der Badanlage vorgegeben. Dies ist hier aber wenig hilfreich, weshalb wir die Vorgaben der Deutschen Gesellschaft für das Badewesen heranziehen (Pandemieplan 4.0 in der Fassung vom 25.03.21). Im Nichtschwimmerbereich wird dort von einer Wasserfläche von 3,6m²/Person ausgegangen. Es gibt auch keine Vorgabe zum Mindestabstand zwischen den Gruppen. Sofern mehrere Gruppen im Bad sind, empfehlen wir analog den Vorgaben zum Sport einen Abstand von 5 Metern.
  • Um weitere Diskussionen zu vermeiden sei darauf hingewiesen, dass die Anfängerschwimmausbildung nicht kontaktfrei erfolgen kann. Bereits im Juni letzten Jahres wurde dazu seitens der Staatskanzlei festgestellt: „Naturgemäß muss der Schwimmlehrer ggf. auch unmittelbare Unterstützung leisten und Hilfestellung geben können, um die Dienstleistung sinnvoll anbieten zu können. Deshalb darf das auch geschehen.“
  • Eine Maskenpflicht im Wasser wäre gesundheitsgefährdend, da durchnässte Masken das Atmen erschweren bzw. unmöglich machen. Hier ist § 3 Abs. 6 der CoronaSchVO anwendbar: „Die Maske kann vorübergehend abgelegt werden, wenn das …  erforderlich ist.“  Und hier ist es erforderlich.
  • Eine Testpflicht für die Kursteilnehmer besteht nach CoronaSchVO nicht.

 Wir hoffen, diese Erläuterungen helfen euch weiter und stehen bei Rückfragen gerne zur Verfügung.

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