Doping-Strafe für Triathletin Kraft halbiert (Update)

von: © 2005 sid new media, 21.03.2005, Kategorie: Sport-News

Das Verbandsgericht der Deutschen Triathlon-Union (DTU) hat die Dopingsperre von Nina Kraft auf ein Jahr halbiert. Von der Disziplinarkommission war Kraft im Dezember 2004 für 24 Monate gesperrt worden.

Nina Kraft bleibt nur ein Jahr gesperrt

Nina Kraft bleibt nur ein Jahr gesperrt

Triathletin Nina Kraft bleibt wegen Dopings statt zwei nur noch ein Jahr gesperrt. Das entschied das Verbandsgericht der Deutschen Triathlon-Union (DTU). Damit korrigierten die Richter die Entscheidung der Disziplinarkommission vom 6. Dezember 2004, die Kraft nach der neuen Anti-Doping-Ordnung der DTU für 24 Monate gesperrt hatte.

Das Gericht wies nun darauf hin, dass die Neufassung der Ordnung zum Zeitpunkt des Dopingdeliktes von Nina Kraft noch nicht rechtskräftig war, demnach die Anti-Doping-Ordnung von 1995 gültig war. Diese sah noch eine zwölfmonatige Sperre vor.

EPO beim Ironman Hawaii nachgewiesen

Die Braunschweigerin Nina Kraft war am 16. Oktober beim Ironman Hawaii positiv auf das Hormon EPO getestet worden. Drei Wochen nach ihrem Sieg im Triathlon-"Mekka" hatte sie die Einnahme des Blutdopingmittels Erythropoietin (EPO) zugegeben. Danach wurde der erste Hawaii-Triumph einer Deutschen aus den Rekordbüchern gestrichen. Von der DTU wurde sie daraufhin bis zum 12. November 2006 gesperrt.

Als Bestandteil der DTU-Satzung, so führte das Verbandsgericht aus, bedürfe die am 17. September 2004 vom DTU-Präsidium verabschiedete neue Anti-Doping-Ordnung eines Eintrags in das Vereinsregister beim Amtsgericht Frankfurt am Main, um den "Rechtssetzungsakt" abzuschließen. Dieser Eintrag war zur Zeit des Ironman Hawaii jedoch noch nicht erfolgt.

Internationale Regeln nicht anwendbar

Dass der Eintrag inzwischen nachgeholt wurde, könne der Entscheidung nicht rückwirkend zugrunde gelegt werden, heißt es in der Begründung. Zudem seien die internationalen Regelwerke der Weltantidoping-Agentur (Wada) und des Weltverbandes ITU auf den vorliegenden Fall nicht unmittelbar anzuwenden, sie bedürften vielmehr der Umsetzung in das Regelwerk der DTU.

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