Deutschland auf Rang drei in Paris (Update)

von: © 2005 sid new media, 27.03.2005, Kategorie: Sport-News

Nach der 26:30-Niederlage gegen Gastgeber und Turniersieger Frankreich beendete die deutsche Handball-Nationalmannschaft die "Mini-WM" in Paris auf dem dritten Platz.

Pascal Hens im Spiel gegen Frankreich

Pascal Hens im Spiel gegen Frankreich

Deutschlands Handballer haben bei der "Mini-WM" in Paris-Bercy trotz einer erneut starken kämpferischen Leistung den Turniersieg verpasst. Nach zwei Unentschieden gegen Tunesien und Russland verlor das neu formierte und ersatzgeschwächte Team von Bundestrainer Heiner Brand am Ostersonntag gegen Gastgeber Frankreich 26:30 (10:14) und beendete das hochkarätig besetzte Vierländerturnier auf Rang drei. Ex-Weltmeister Frankreich belegte nach drei Siegen Rang eins vor dem WM-Vierten Tunesien, der zum Abschluss die Russen mit 31:30 (15:15) bezwang.

Vor 14.273 Zuschauern im Palais Omnisports war Torsten Jansen vom HSV Hamburg wie schon gegen die Nordafrikaner am Samstag mit fünf Toren bester Werfer im deutschen Team, das im Falle eines Erfolges gegen die Gastgeber Turniersieger geworden wäre. Michael Hegemann (HSG Düsseldorf) und Christian Rose (Tusem Essen) erzielten vier Treffer, außerdem überzeugte Torwart Henning Fritz (THW Kiel) mit einer starken Leistung. Bei den Franzosen, die mit all ihren Stars von der jungen deutschen Auswahl bis zum Schluss gefordert wurden, ragte Olivier Girault mit zehn Treffern heraus.

Brand kritisiert Schiedsrichter-Leistungen

"Ich bin hoch zufrieden, wenn man bedenkt, dass wir nach all den personellen Rückschlägen gegen so eine Weltklasse-Mannschaft das Spiel bis wenige Minuten vor dem Ende völlig offen gehalten haben", meinte Brand, der zudem noch die schwache Leistung der ukrainischen Schiedsrichter bemängelte.

Nach den Absagen von neun Leistungsträgern (unter anderem die Olympia-Zweiten Markus Baur und Daniel Stephan) hatte Bundestrainer Brand nach dem Tunesien-Spiel wegen der Verletzungen des Esseners Oleg Velyky (Oberschenkelzerrung) und des Kielers Sebastian Preiß (Bänderverletzung im Fuß) Arne Niemeyer von GWD Minden nachnominiert, um überhaupt noch konkurrenzfähig zu sein. Und nach den kämpferischen Glanzleistungen gegen die Russen (32:32) und Tunesien (30:30) enttäuschte die Auswahl des Deutschen Handball-Bundes (DHB) auch gegen die "Equipe Tricolore" nicht.

Deutschland nach 16 Minuten mit 8:6-Führung

Schon in der Anfangsphase hielten die Gäste das Spiel offen und führten nach 16 Minuten sogar mit 8:6. Dann erzielten die Franzosen allerdings fünf Tore in Folge und legten damit den Grundstein zum Sieg, auch wenn der Olympiazweite nie aufgab. Die Gastgeber behielten stets kühlen Kopf, auch als Rose, Hegemann und Yves Grafenhorst (SC Magdeburg) mit drei Treffern in Folge in der 51. Minute noch einmal den Ausgleich (23:23) schafften. Nach einer Auszeit konterten die Franzosen mit drei Treffern in Folge und sorgten damit für die Vorentscheidung.

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