Deutsche Schwimmer müssen künftig in die Trials (Update)

von: © 2005 sid new media, 30.03.2005, Kategorie: Sport-News, Schwimmen (SID)

Die deutschen Schwimmer müssen künftig vor Großereignissen wie Welt- und Europameisterschaften oder Olympischen Spielen neu eingeführte Ausscheidungswettkämpfe bestreiten, um sich zu qualifizieren.

Auch Thomas Rupprath muss sich künftig in den Trials beweisen

Auch Thomas Rupprath muss sich künftig in den Trials beweisen

Der Deutsche Schwimm-Verband (DSV) hat eine zusätzliche Ausscheidung für Großereignisse wie Welt- und Europameisterschaften oder Olympische Spiele beschlossen. Die Einführung der sogenannten Trials, die bei den führenden Schwimm-Nationen USA oder Australien seit langem üblich sind, am Mittwoch in Kassel und reagierte damit auch auf das schwache Abschneiden bei Olympia in Athen.

"Unsere Schwimmer sollen durch mehr hohe Wettkampf-Leistungen zu höchsten Wettkampf-Leistungen im Top-Ereignis kommen", erklärte DSV-Sportdirektor und -Cheftrainer Ralf Beckmann: "Das bisherige Sommer-Loch für das Gros der deutschen Schwimmer verschwindet."

Die deutschen Meisterschaften, die bislang als Qualifikation für Großereignisse dienten, werden künftig vom Mai in den Sommer gelegt und zwei bis drei Wochen vor den internationalen Höhepunkten stattfinden. Ein Start bei der DM bleibt für Deutschlands Top-Schwimmer trotz des fehlenden Qualifikations-Charakters weiter Pflicht.

In der laufenden Saison findet die Qualifikation für die WM (17. bis 31. Juli) in Montreal vom 21. bis 26. Mai noch einmal im Rahmen der Deutschen Meisterschaften in Berlin statt. Für die Saison 2006/2007 hat sich der DSV noch nicht auf eine exakte Planung festgelegt, weil sich der Internationale Schwimm-Verband (Fina) und die australischen Gastgeber noch nicht auf einen Termin für die WM 2007 in Melbourne verständigt haben.

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