Corona-Regeln in der Weihnachtszeit

von: Frank Rabe, 20.12.2021, Kategorie: Schwimmverband NRW

Für die Weihnachtsferien hat sich mit der neuen CoronaSchVO für Jugendlich eine erwartete Anpassung gegeben, die den Regeln der Herbstferien entspricht.

In unserer letzten Mali hatten wir ja erläutert, dass Jugendliche Schüler bis zum 18. Geburtstag immunisierten Personen gleichgestellt sind. Dies ist über die Schultestungen abgesichert gewesen.

Da diese Testungen in den Ferien nicht stattfinden gilt für diesen Zeitraum wieder einen Testpflicht (§ 2 Abs. 8 a Satz 2)

Dies bedeutet vom 27. Dezember 2021 bis einschließlich 9. Januar 2022 sind Schüler*innen immunisierten Personen nur dann gleichgestellt, wenn sie über einen Einzeltestnachweis verfügen.

Hier ist ein Antigen-Schnelltest, der nicht älter als 24 Stunden ist, ausreichend. Diese Ausnahmeregel für Schüler*innen gilt aber nur für den Sport.

Ansonsten gilt weiter für den gesamten Vereins- und Verbandssport in NRW grundsätzlich die 2G-Regel.

Folgende Ausnahmen, für die die 3G-Regel angewandt werden kann, bleiben bestehen:

  • Für Teilnehmer*innen an Ligen und Wettkämpfen des DSV/SV NRW ist übergangsweise als Ersatz der Immunisierung ein Testnachweis auf der Grundlage einer PCR-Testung ausreichend ist. (§ 4 Abs. 2 Satz 1 Nr. 4 2. Halbsatz). Hier ist jedoch klar auf Teilnehmer abgestellt, so dass dies erst Anwendung finden kann, wenn feststeht, dass der/die Sportler*in am Wettkampf bzw. Spiel teilnimmt. Dass allgemeine Vereinstraining wird von dieser Ausnahme nicht erfasst.

  • Es bleibt auch die Ausnahmeregelung für eingesetztes Personal (unabhängig ob Ehrenamt oder entgeltlich) welches selbst weder sportlich aktiv noch Besucher ist. Darunter fallen nach unserem Verständnis somit Trainer und Aufsichtspersonal. Für dieses Personen gilt die 3 G Regelung (§ 4 Abs. 4). Liegt keine Immunisierung vor, ist ein höchstens 24 Stunden zurückliegender Antigen-Schnelltest von offizieller Stelle vorzulegen und während der gesamten Tätigkeit eine medizinische Maske zu tragen. Beschäftigte, die während der Berufsausübung keine Maske tragen können, müssen übergangsweise über einen höchstens 48 Stunden zurückliegenden PCR-Tests verfügen.

Da es einige Nachfragen in Bezug auf die von uns im Leitfaden gemachten Aussagen zum Maskentragen bei Trainer*innen und Aufsichtspersonal gab, wollen wir folgendes klarstellen:

Die damalige Empfehlung basierte auf einem anderen Rechtsrahmen und der daraus resultierenden generellen Verpflichtung Masken zu tragen, was wir aus Sicherheitsgründen abgelehnt haben und auch heute davon abraten.

Diese generelle Pflicht (unabhängig vom eigenen Status) eine Maske zu tragen, gibt es aktuell nicht. Sie gilt nur für den Fall, dass weder geimpfte noch genesene Personen beschäftigt werden unter den beschriebenen Rahmenbedingungen (Schnelltest und Maske) und kann durch einen PCR-Test umgangen werden. Diese Regel ist eindeutig und aus unserer Sicht nicht interpretierbar.

Wir empfehlen den Vereinen, dass Sie nur Trainer*innen einsetzen, die die 2-G-Kriterien erfüllen, da die Rettungsfähigkeit mit Maske eingeschränkt wird. Dies ist auch einfacher zu kontrollieren als die permanente Arbeitsaufsicht und aus Fürsorge- und Sorgfaltsgründen gegenüber den betreuten Sportler*innen für den Vereinsvorstand sachlogisch zwingend.

Es handelt sich um Regelungen, die den privaten Lebens- und Entscheidungsbereich betreffen. Jeder kann individuell entscheiden, welche Regeln er annimmt. Im Sinne der Gesellschaft und des Sportes sollte dies im besten Fall aber immer die Impfung sein, im für den Einzelnen schlechtesten Fall mit zeitlichem Abstand nach einer erfolgreichen Genesung.

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