Bahnrad-Mannschaft verpasst Titel deutlich (Update)

von: © 2005 sid new media, 27.03.2005, Kategorie: Sport-News

Robert Bartko hat einen Tag nach dem Titel in der Einer-Verfolgung einen weiteren klar verpasst. Bei der Bahnrad-Weltmeisterschaft nahm Bartko die Schuld am Ausscheiden in der 4000-m-Mannschaftsverfolgung auf sich.

Im Einzel erfolgreich, in der Mannschaft geschlagen: Rene Bartko

Im Einzel erfolgreich, in der Mannschaft geschlagen: Rene Bartko

Nur einen Tag nach dem Triumph in der Einer-Verfolgung hat Weltmeister Robert Bartko einen weiteren Medaillenplatz bei den Bahnrad-Weltmeisterschaften in Los Angeles verpasst. Der Doppel-Olympiasieger von Sydney kam in der 4000-m-Mannschaftsverfolgung nicht über den sechsten Rang hinaus, nahm die Schlappe aber selbstkritisch auf seine Kappe: "Wir sind zu schnell angefahren. Guido Fulst und ich als erfahrene Anfahrer hätten merken müssen, dass unser Tempo auf den ersten Metern zu schnell für die beiden anderen war. Wir haben uns unter Wert verkauft."

Immerhin konnte sich das Quartett, das in der Qualifikation in 4:12,200 Minuten gestoppt wurde, im Vergleich zur letzten WM in Melbourne um einen Platz verbessern. Im Gegensatz zu Bartko fuhren neben Fulst auch Robert Bengsch (Berlin) und Leif Lampater (Heilbronn) bereits in Australien im deutschen Vierer. Der WM-Titel ging an die britische Crew, in der drei Silbermedaillengewinner der Olympischen Spiele von Athen fuhren.

Rene Wolf im Halbfinale

Während die Akteure vom Bund Deutscher Radfahrer (BDR) am dritten WM-Tag an den Podestplätzen vorbeifuhren, darf Rene Wolff am Schlusstag noch auf Edelmetall hoffen. Der Olympiadritte steht im Sprint-Halbfinale, nachdem er in der Runde der letzten Acht Keirin-Weltmeister Teun Mulder aus den Niederlanden bezwang.

Der Erfurter trifft nun auf Jobie Dajka. Der Australier hatte sich gegen Titelverteidiger Theo Bos (Niederlande) durchgesetzt. Bereits im Achtelfinale war Team-Olympiasieger Stefan Nimke an Mulder gescheitert. Der Schweriner hatte zum Auftakt am Freitag Bronze im Teamsprint gewonnen.

Für die beste BDR-Platzierung sorgte am Sonntag der Berliner Andreas Müller mit dem sechsten Platz im 15-km-Scratchrennen. Weltmeister wurde der Däne Alex Rasmussen vor Titelverteidiger Gregory Henderson aus Neuseeland.

Verena Joos unter den Top 10

Bei den Frauen belegte die Friesenheimerin Verena Joos in der 3000-m-Einerverfolgung den achten Rang, womit der Wunsch der deutschen Meisterin auf ein "Top 10"-Platzierung in Erfüllung ging. WM-Gold ging an die Australierin Katie Mactier, die im Vorjahr noch Zweite war und auch bei Olympia Silber geholt hatte.

Das Sprint-Championat gewann die Britin Victoria Pendleton vor der Olympiazweiten Tamilla Abassowa (Russland) und der letztjährigen Vizeweltmeisterin Anna Meares (Australien). Nur 17. in der Qualifikation wurde die Berlinerin Susann Panzer, eine Erkrankung verhinderte den Start der deutschen Meisterin Christin Muche (Cottbus).

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