28. German Open im Synchronschwimmen mit SVNRW-Aktiven

von: Helmut Radlanski, 13.03.2017, Kategorie: Synchronschwimmen, Schwimmverband NRW

Am ersten Wochenende im März war es wieder so weit. Im Bonner Frankenbad trafen sich Synchronschwimmerinnen zu einem hochkarätigen internationalen Wettkampf. Synchronschwimmerinnen ist nicht ganz richtig, denn es gab auch einen Schwimmer. Niklas Stöpel aus Bochum ging mit Amelie Ebert im Mixed Duett an den Start. Zwei weitere Aktive des SVNRW unterstützten die DSV-Auswahl. Franziska Moser aus Bonn und Daniela Dachtler aus Bochum schwammen zusammen mit Amelie im Team in der von Stella Mukhamedova geformten Mannschaft eine anspruchsvolle Kür. Stella Mukhamedova, die ebenfalls aus Bochum kommt, wurde in der direkten Wettkampfvorbereitung noch von Tatiana Reich, der ehemalige Bundestrainerin unterstützt. Der SVNRW hat also deutlich zum Erfolg des DSV bei den diesjährigen German Open beigetragen. Dieser Erfolg manifestierte sich in einer Gold- und drei Bronzemedaillen.

Amelie Ebert und Niklas Stöepel beim Mixed Duett

Klara Bleyer und Nicole Davidovich als Vorschwimmer

Die Teilnehmer aus NRW: Niklas Stoepel, Daniela Dachtler, Amelie Ebert, Franziska Moser, Stella Mukhamedova und Tatiana Reich

Erstmals gab es auch bei den German Open das Mixed Duett, also ein Duett aus Frau und Mann. Nachdem diese Disziplin bei den Weltmeisterschaften Premiere hatte, wurde sie auch hier ins Programm aufgenommen. Niklas Stoepel war schon seit vielen Jahren im Synchronschwimmen aktiv, wurde bisher aber immer in den klassischen Küren zusammen mit den Frauen bewertet. Die synchronschwimmspezifische Leistung war vorhanden. Was lag also näher, als im Mixed Duett zu starten. Zusammen mit Amelie Ebert, ebenfalle eine Spitzenschwimmerin, ging das deutsche Mixed Duett an den Start. Unter den Augen der DSV Präsidentin Gabi Dörries und der Vizepräsidentin Andrea Thielenhaus zeigten sie ihre Kür. Schon beim Angang auf dem Beckenrand entspann sich das Spiel Mann-Frau. Im Wasser inszenierten sie die Geschichte weiter. Auch wenn der künstlerische Teil einen hohen Stellenwert einnahm, kamen die Ausführung und die synchronschwimmspezifischen Figuren nicht zu kurz. Das Ergebnis mit 68 Punkten wirkt etwas niedrig, aber auch für die Wertungsrichter war die neue Disziplin nicht leicht. Es gelten für die einzelnen Figuren die gleichen Kriterien, unabhängig, ob sie von einer Frau oder einem Mann geschwommen werden. Es gibt dann eben den Mittelwert. Wie dem auch sei, das Publikum war begeistert, die Aktiven und Trainer von der Darbietung beeindruckt. Für Amelie, Niklas und den DSV bedeutete das eine Goldmedaille bei den German Open.

Eine Bronzemedaille gab es für das Team in der technischen Kür. Stella Mukhamedowa hatte die Mädels hart rangenommen. Am ersten Tag der Veranstaltung saßen die Aktiven stumm beim Mittagessen, nicht betrübt, sondern lediglich erschöpft. Der Abschlusslehrgang forderte seinen Tribut. Allerdings hatte es sich gelohnt. Vier Minuten Power. Die gesamte Kür auf Volldampf, ständige Formationswechsel, ein hohes Tempo und viele Beinbewegungen über Wasser. So hatte Stella die Kür aufgebaut. Dazu kamen dann noch die Highlights, wie der grandiose Sprung zu Beginn der Kür und ein kreativer Abschuss. Hinter den beiden Mannschaften aus Japan und China, die in ihrer eigenen Klasse unterwegs waren, wurden die Deutschen mit der Bronzemedaille belohnt.

Beim klassischen Duett durften zwei weitere Schwimmerinnen aus dem SVNRW ihr Können zeigen. Klara Bleyer und Nicole Davidovich gingen als Vorschwimmerinnen in der Freien Kür ins Wasser. Für ihre flotte und schon sehr ausdrucksvolle Darbietung bekamen sie von den Wertungsrichtern 68,3 Punkte. Trotz ihres noch sehr jungen Alters, beide sind noch in der Altersklasse C, konnten sie mit dieser Kür schon den Anschluss an die offene Klasse erreichen. Man darf gespannt sein, was aus NRW im Synchronschwimmen noch alles kommt.

Zwei weitere Bronzemedaillen komplettierten die Medaillenausbeute des DSV bei diesem internationalen Wettkampf. Tags darauf ging es für die Soli und Duette nach Paris zu den French Open, wo Amelie und Niklas weitere Medaillen sammeln konnten. Das Mixed Duett aus Bochum ist ein Erfolgsmodell.

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