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Ausführungsbestimmungen Schwimmabzeichen

1. Abnahmeberechtigung

2. Allgemeine Bestimmungen (BDS, DLRG, DRK, DSV, DTB, VDST)

Diese Bestimmungen sind sinngemäß für die gesamte Ausbildung und alle Prüfungen verbindlich. Die Prüfbestimmungen sind grundsätzlich für männliche und weibliche Personen gleich. Die Verantwortung für die Einhaltung der Prüfungs- und Ausführungsbestimmungen sowie der Sicherheitsmaßnahmen tragen Ausbilder und Prüfer.

Für alle Leistungsanforderungen in den Schwimmlagen gelten die Wettkampfbestimmungen des Deutschen Schwimm-Verbandes. Vor der Zulassung zu einem Lehrgang kann eine ärztliche Untersuchung gefordert werden; sie wird jedem Lehrgangsteilnehmer empfohlen.

Prüfungsleistungen ohne Zeitvorgabe: Prüfungsleistungen, für die keine bestimmte Zeit vorgeschrieben ist, müssen ohne Unterbrechung zügig erfüllt werden.

Die Leistung ist dann erfüllt, wenn der Prüfling ohne fremde Hilfe das Wasser verlassen hat.

Wassertemperaturen unter 18 Grad Celsius sind für die Prüfungsabnahme nicht geeignet.

Bei Partnerübungen in Ausbildung und Prüfung sollen die beiden Partner etwa gleiches Gewicht und gleiche Größe haben.

Tauchübungen

Bei allen Tauchübungen in undurchsichtigen oder offenen Gewässern sind Sicherheitsmaßnahmen erforderlich. Jeder Tauchende muss dauernd unter Kontrolle stehen. Wenn Sicherheitsgründe nicht dagegen sprechen, muss das Streckentauchen mit einem Kopfsprung begonnen werden. Die Leistung beim Streckentauchen beginnt an der Absprung- oder Abstoßstelle. Während des Tauchvorgangs sollte der Tauchende möglichst nahe über Grund schwimmen (Tauchtiefe 1 bis 2 m); sein Körper muss sich jederzeit vollständig unter der Wasseroberfläche befinden. Die vorgeschriebene Strecke muss in gerader Richtung durchgetaucht und gemessen werden. Bei undurchsichtigen Gewässern ist eine Abweichung von höchstens 2 m nach rechts oder links gestattet. Beim Tieftauchen muss der ertauchte Gegenstand über die Wasseroberfläche gehoben werden; dabei darf der Schwimmer nicht mit dem Kopf unter Wasser sein. Zwischen den einzelnen Tauchgängen darf sich der Prüfling nicht am Beckenrand o.ä. festhalten. Für das Tauchen sind kleine Tauchringe oder Teller aus Gummi (Plastik) bzw. der 5-kg-Tauchring oder ein gleichartiger Gegenstand zu verwenden.

Tauchen/Materialien

Für das Tieftauchen werden am besten kleine Tauchringe oder Teller aus Plastik oder Gummi verwendet. Der Schwimmer muss voll aufgetaucht sein und den Gegenstand aus dem Wasser halten bzw. an Land werfen. Für Mehrfach-Tauchübungen sollen 6 Teller oder Ringe auf einer Grundfläche von ca. 5x5 m in etwa 2 m Wassertiefe verteilt werden. In ungünstigen Gewässern kann dreimaliges Tieftauchen und Heraufholen von Kies o.ä. verlangt werden.

Sprungübungen

Falls für Sprungübungen keine genügend hohe Absprungmöglichkeit vorhanden oder die Wassertiefe geringer als 3,50 m ist, bestimmt der Prüfer in Verbindung mit seiner Gliederung bzw. beauftragten Institution eine Ersatzleistung (mehrere verschiedenartige Sprünge aus geringer Höhe: Paketsprung, Startsprung, Abrenner) und trägt sie in das Schwimmzeugnis ein. Diese Ausnahmegenehmigung ist nur zu erteilen, wenn entsprechend gut ausgerüstete Bäder nicht aufgesucht werden können, ihre Geltungsdauer ist auf zwei Jahre zu beschränken.

Baderegeln

Neben den allgemeinen und überall gültigen Baderegeln ist auf die örtlich besonderen Gegebenheiten hinzuweisen, z. B. Gezeiten (Tiden) Strömungen u. ä. Entsprechendes gilt für den Unterricht der Hilfen bei Bade-, Boots- und Eisunfällen. Unterricht und Prüfung der Baderegeln haben altersgemäß zu erfolgen.

Ausstellung der Urkunden

Die Leistungen sind vom Prüfer einzeln in der vorgeschriebenen Prüfungskarte zu bestätigen. Prüfungskarten und Urkunden müssen neben der Anschrift und der Unterschrift der ausstellenden Stelle die Namen und, soweit vorhanden, die Prüfungsberechtigungs-Nummern der Prüfenden tragen, die für die Durchführung verantwortlich gewesen sind. Nach erfolgter Prüfung werden bundeseinheitliche Urkunden und Abzeichen gegen Erstattung der Kosten ausgehändigt.

Ersatzurkunden und -abzeichen werden nur bei glaubwürdigem Nachweis des Erwerbs und des Verlustes gegen Erstattung der Kosten abgegeben. Anträge sind formlos an die Stelle zu richten, welche die Urschrift ausgestellt hat.

3. Ausführungsbestimmungen für Schwimmprüfungen

Die Schwimmprüfungen dienen der Förderung einer allgemeinen Grundausbildung im Schwimmen und in der Selbstrettung. Die Prüfungen für Jugendliche sind im Deutschen Jugendschwimmpass zusammengefasst:

Der Deutsche Jugendschwimmpass umfasst folgende drei Abzeichen: :

Deutsches Jugendschwimmabzeichen - Bronze
Deutsches Jugendschwimmabzeichen - Silber
Deutsches Jugendschwimmabzeichen - Gold

Das Deutsche Jugendschwimmabzeichen - Gold darf frühestens mit 9 Jahren erworben werden.

Der Deutsche Schwimmpass umfasst folgende drei Abzeichen:

Deutsches Schwimmabzeichen - Bronze
Deutsches Schwimmabzeichen - Silber
Deutsches Schwimmabzeichen - Gold

Der Deutsche Schwimmpaß darf frühestens mit 18 Jahren erworben werden.

Für jede Stufe der Schwimmprüfungen gibt es Abzeichen. Nur die beurkundete Prüfung berechtigt zum Tragen der entsprechenden Abzeichen. Die Prüfungsstufen des Deutschen Jugendschwimmpasses und des Deutschen Schwimmpasses entsprechen sich; es werden einheitliche Abzeichen je Stufe verwendet. Die Prüfungen für den Deutschen Jugendschwimmpass bzw. Deutschen Schwimmpass sollen in der vorgenannten Reihenfolge einzeln abgelegt werden. Nur die jeweils abgelegte Prüfung wird im Schwimmpass beurkundet; gleichzeitig miterfüllte andere Prüfungen dürfen nicht bestätigt werden.

Altersdifferenzierung

Bei den Schwimmbedingungen für den Deutschen Schwimmpass werden die Höchstzeiten je Lebensjahrzehnt (erstmals mit dem vollendeten 30. Lebensjahr)

  • um eine Minute beim 200 m Schwimmen für das Schwimmabzeichen Bronze und beim 400 m Schwimmen für das Deutsche Schwimmabzeichen Silber
  • um 2 Minuten beim 1000 m Schwimmen für das Schwimmabzeichen Gold sowie
  • um 10 Sekunden beim 100 m Schwimmen für das Deutsche Schwimmabzeichen - Gold

erhöht.

Prüfungszeitraum

Die Prüfungen für jedes einzelne Schwimmzeugnis müssen (nach Abschluss der entsprechenden Ausbildung) in einem Zeitraum von zwei Monaten abgelegt werden, gerechnet vom Tag der ersten erfüllten Bedingung an.

Wassertiefe

Schwimmprüfungen dürfen nur dort abgenommen werden, wo die Wassertiefe die Körpergröße des Prüflings überschreitet.

Startsprung

Der Sprung vom Beckenrand muss ins tiefe Wasser erfolgen. Deutliches Abspringen und vollständiges Eintauchen sind notwendig. Bei der Prüfung zum Deutschen Jugendschwimmabzeichen -Bronze sollte ein Startsprung mit Ausgleiten angestrebt werden. Beim Deutschen Jugendschwimmabzeichen -Gold muss das Kraulschwimmen mit Atmung durchgeführt werden.

Für weitergehende Fragen sprechen Sie bitte mit Patrick Rodriguez Rubio.

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