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Sportlerportrait 02/2013 – Janine Wirz

Janine Wirz

Spitzenleistungen im Sport und am Herd. Die schnelle Kölnerin sucht Herausforderungen  im Schwimmbecken und in der Küche

Wie berichtet, belegten bei der Wertung für die Jugendschwimmerin des Jahres 2012 im SV NRW mit Jacqueline Daszkiewicz und Janine Wirz zwei Athletinnen des Jahrgangs 1997 gemeinsam mit 167 Punkten den dritten Platz. Beide Schwimmerinnen  wollen wir daher in unsere Sportlerportraitreihe aufnehmen. Den Anfang machten wir bereits am 22.02.2013 mit Jacqueline Daszkiewicz von der SG Dortmund. Heute folgt das zweite Portrait über Janine Wirz von der Telekom Post SG Köln. Die 15-jährige war sehr überrascht, dass sie in der Wertung  der besten Jugendschwimmer auf den dritten Rang landete. „Nachdem es sportlich im letzten Jahr für mich gar nicht gut gelaufen ist, habe ich nicht damit gerechnet, dass ich so weit vorne lande. Umso mehr freue ich mich über den dritten Platz“, sagt Janine Wirz.

 In der Tat war 2012 für die Kölnerin nicht gerade das „Gelbe vom Ei“. Das ganze Jahr hatte sie mit Krankheiten zu kämpfen und an ein geregeltes Training und eine ordentliche Wettkampfvorbereitung war kaum zu denken. „Das komplette Jahr lief so, dass ich abwechselnd zwei Wochen gesund war, dann lag ich wieder mit einem Infekt flach. Ich kam dadurch nie richtig hoch“, erinnert sich Janine. Für sie ist das auch mit ein Grund, warum sie 2012 die JEM-Qualifikation nicht schaffte. Janine Wirz, die am 28. Juli 1997 in Köln, wo sie auch heute noch wohnt, geboren wurde, ist aber ein Kämpfertyp und hat nie den Glauben an sich selbst verloren. In diesem Jahr will sie wieder angreifen und beweisen, dass sie zu den besten deutschen Schwimmerinnen des Jahrgangs 1997 gehört. Die Qualifikation für die diesjährige JEM im polnischen Poznan hat sie dabei fest ins Auge gefasst. „Es ist wichtig, dass man an sich glaubt und aus einem Tief wieder rauskommt, in dem man den Mut hat, immer weiter zu machen“, meint Janine. Als Vorbild nennt sie in diesem Zusammenhang ihren drei Jahre älteren Bruder Marcel, der ebenfalls bei der Telekom Post SG Köln aktiv ist. „Marcel war früher richtig gut, dann erkrankte er an Asthma und fiel in ein tiefes Loch. Diesen Tiefpunkt hat er aus eigener Kraft überwunden. Jetzt schwimmt er wieder sehr gute Zeiten. Das ist für mich vorbildlich“, erklärt Janine Wirz. Auf der ganz großen Schwimmbühne hat die Schülerin des Kölner Apostel-Gymnasiums, wo sie die zehnte Klasse besucht, mit Ryan Lochte, Michael Phelps, Britta Steffen und nicht zuletzt Franziska van Almsick noch weitere Vorbilder. Britta Steffen hat sie anlässlich einer Deutschen Meisterschaft schon persönlich kennen gelernt, den Amerikaner Ryan Lochte möchte sie auch gerne einmal treffen. Mit dem Schwimmen hat Janine im Alter von fünf Jahren angefangen. Hieran hat ihr Bruder Marcel großen Anteil. „Es ist aber auch so, dass wir im Urlaub oft ans Meer gefahren sind. Da waren meine Eltern der Meinung, dass es gut wäre, wenn ich schwimmen könnte. Schwimmen als Sport wollte ich anfangs eigentlich gar nicht machen, sondern viel lieber Ballett. Als Kompromiss habe ich dann beides gemacht. Letztendlich habe ich mich aber doch für Schwimmen entschieden“, erzählt Janine.

Janine Wirz

Als Vorbild nennt sie in diesem Zusammenhang ihren drei Jahre älteren Bruder Marcel, der ebenfalls bei der Telekom Post SG Köln aktiv ist. „Marcel war früher richtig gut, dann erkrankte er an Asthma und fiel in ein tiefes Loch. Diesen Tiefpunkt hat er aus eigener Kraft überwunden. Jetzt schwimmt er wieder sehr gute Zeiten. Das ist für mich vorbildlich“, erklärt Janine Wirz. Auf der ganz großen Schwimmbühne hat die Schülerin des Kölner Apostel-Gymnasiums, wo sie die zehnte Klasse besucht, mit Ryan Lochte, Michael Phelps, Britta Steffen und nicht zuletzt Franziska van Almsick noch weitere Vorbilder. Britta Steffen hat sie anlässlich einer Deutschen Meisterschaft schon persönlich kennen gelernt, den Amerikaner Ryan Lochte möchte sie auch gerne einmal treffen. Mit dem Schwimmen hat Janine im Alter von fünf Jahren angefangen. Hieran hat ihr Bruder Marcel großen Anteil. „Es ist aber auch so, dass wir im Urlaub oft ans Meer gefahren sind. Da waren meine Eltern der Meinung, dass es gut wäre, wenn ich schwimmen könnte. Schwimmen als Sport wollte ich anfangs eigentlich gar nicht machen, sondern viel lieber Ballett. Als Kompromiss habe ich dann beides gemacht. Letztendlich habe ich mich aber doch für Schwimmen entschieden“, erzählt Janine. Eine weitere Leidenschaft von Janine Wirz ist Tanzen. „Das liebe ich total“, gibt sie mit Nachdruck zu verstehen. Für Leichtathletik und Reitsport kann sich Janine ebenfalls begeistern. Eine Sportart, die sie nicht machen würde, gibt es übrigens nicht. „Ich finde, jede Sportart ist einzigartig und hat ihren Reiz. Ich würde bei jedem Sport etwas finden, was mir gefällt, darum würde ich auch alles ausprobieren“, sagt Janine. Janines erster und bisher einziger Verein ist die Telekom Post SG Köln, dem sie immer treu geblieben ist. Ihre Mannschaft bezeichnet sie als große Familie, in der sich alle mögen. Innerhalb des Teams wird alles beredet und der Spaßfaktor auch außerhalb des Schwimmbeckens wird bei der Telekom Post SG Köln ganz groß geschrieben. „Mir gefallen auch die Trainingseinheiten. Ich bin, glaube ich, ein trainingsfleißiger Mensch und bin im Training meist konzentriert und ernsthaft bei der Sache. In der Mannschaft motivieren wir uns gegenseitig, was uns allen hilft. Für mich gehört der Spaß am Sport jedoch unbedingt dazu. Ohne Spaß geht nichts“, sagt Janine. Ihre bevorzugten Schwimmdisziplinen sind die 50m, 100m und 200m Freistil, sowie die 100m und 200m Rücken und nicht zuletzt die 200m Lagen. Sie schwimmt auch gerne Schmetterling, ihre Einsätze in dieser Lage sind allerdings sparsam gesät. Brust bezeichnet Janine als ihre schwächste Lage, sie arbeitet aber im Hinblick auf das Lagenschwimmen hart daran, dass sie sich hierin verbessert. Die Anzahl ihrer Jahrgangstitel bei SV NRW-Meisterschaften hat mit 36 !!! seit 2009 fast eine astronomische Zahl erreicht. 27 Jahrgangstitel gewann sie allein auf der Langbahn. Das es auf der Kurzbahn „nur“ neun sind, liegt daran, dass für den weiblichen Jahrgang 1997 erst seit 2011 Jahrgangsmeisterschaften ausgetragen werden. Neun Titel in zwei Jahren im 25 Meterbecken sind auf jeden Fall ebenfalls eine phantastische Ausbeute. Janine Wirz, die dem aktuellen SV NRW-Nachwuchskader angehört, ist in ihrem Jahrgang bei NRW-Meisterschaften seit 2009 auf der Langbahn über 100m, 200m und 400m Freistil, sowie über 50m Rücken ungeschlagen. In den Jahren 2009, 2010 und 2011 gewann sie sämtliche fünf ausgeschriebenen Freistilstrecken von 50m bis 800m. Ihr bisher größter Erfolg in der offenen Klasse war der Gewinn der Bronzemedaille über 100m Freistil bei den NRW-Kurzbahn-Meisterschaften 2012. Bisher stellte Janine achtzehn NRW-Jahrgangsrekorde (elf auf der Langbahn, sieben auf der Kurzbahn) auf.  

Janine Wirtz

Auch bei DSV-Meisterschaften hat Janine schon einige Erfolge vorzuweisen. 2010 wurde sie Deutsche Jahrgangsmeisterin über 800m Freistil, Vizemeisterin wurde sie über 100m und 400m Freistil. Über 200m Freistil gewann sie die Bronzemedaille. 2011 gewann Janine den Titel über 200m Freistil und sicherte sich drei Silbermedaillen über 200m Lagen, 50m und 100m Freistil. Über 200m Freistil stand sie darüber hinaus in der offenen Klasse im B-Finale. Obwohl, wie eingangs erwähnt gesundheitlich angeschlagen, gewann sie 2012 mit Silber über 200m Lagen und Bronze über 100m und 200m Freistil drei Medaillen. Bei den Deutschen Kurzbahn-Meisterschaften 2012 in Wuppertal stand sie über 100m Freistil im B-Finale und knackte mit 56,29 Sekunden den 22 Jahre alten NRW-Jahrgangsrekord der Mülheimerin Annette Hadding (56,40). Besonders glücklich ist Janine über den Gewinn der Bronzemedaille bei den Deutschen Meisterschaften 2012 in Berlin über 4x200m Freistil, die sie gemeinsam mit ihren Telekom-Mannschaftskameradinnen Jessica Felsner, Janina Fleer und Eileen Vieth in der Zeit von 8:38,22 Minuten gewann. Als ihr bisher schönstes Erlebnis im Schwimmsport nennt Janine ihre Teilnahme am EYOF 2011 in Trabzon. „Die Eröffnungs- und Schlussfeier waren wie bei der „großen“ Olympiade einfach toll. Dazu habe ich mir an meinem dreizehnten Geburtstag mit dem dritten Platz über 200m Freistil selbst das schönste Geschenk gemacht“, schwärmt Janine. Für die Zukunft hat sie sich vorgenommen, bei Deutschen Meisterschaften – auch in der offenen Klasse – Medaillen zu gewinnen. Die Teilnahme an einer EM oder WM gehört ebenfalls zu ihren sportlichen Zielen. Beruflich hat sie sich noch nicht festgelegt. Im Jahr 2015 will sie zunächst ihr Abitur machen, anschließend möchte sie studieren, eventuell auch im Ausland. In ihrer Freizeit geht Janine gerne mit Freunden shoppen. Außerdem betätigt sie sich gerne kreativ. „Ich fotografiere gerne und beschäftige mich mit Bildbearbeitung und stelle Leinwände her. Außerdem stehe ich leidenschaftlich gerne am Herd und backe oder koche ausgefallene Sachen. Wie beim Schwimmen, will ich auch beim Kochen richtig gut sein“, erzählt Janine. Eine ihrer Spezialitäten, die sie selbst auch gerne isst, sind Rosmarin-Kartoffeln mit Lamm-Karree. Richtig glücklich ist Janine, wenn sie mit ihrer Familie und ihren Freunden zusammen sein kann. Außerdem liebt sie Sonne, Strand, Meer und Karibik. Ärgern tut sie sich über unehrliche Menschen, Lästern über andere und wie sie es nennt Zickenalarm. Gerne würde sie einmal eine längere Weltreise machen um fremde Kulturen und Menschen kennen zu lernen. Ob Schule, Sport oder Hobbys, Janine ist bei allem, was sie macht immer hundertprozentig engagiert. Wichtig ist ihr dabei, das alles was sie anpackt, auch Spaß macht. Nicht umsonst lautet ihr Lebensmotto „Habe Spaß am Leben und begegne jeder Aufgabe mit einem Lächeln.

Peter Kuhne

Sportler von A-Z

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