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Alina-Noreen Linneweber
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Mit der Stadt Hamm, am Ostrand des Ruhrgebiets gelegen,
verband ich bisher einen Umsteigebahnhof, auf dem ich in
den 60'iger Jahren bei meinen Ferienreisen in den Norden
sehr lange Aufenthaltszeiten verbringen musste. Später
dann in meinem Berufsleben als Schadensachbearbeiter in
der Haftpflicht-Versicherung kam hinzu, dass ich mich bei
der Schadenregulierung sehr oft auf Grundsatzurteile des
Oberlandesgerichtes Hamm, übrigens das größte
in Deutschland, zu beziehen hatte.
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Und jetzt verbinde ich mit Hamm auch eine Schwimmerin, Namens
Alina-Noreen Linneweber, die in den letzten Jahren zu einer echten
Leistungsträgerin unseres Landesverbandes wurde und in der
Auswertung der Jugendschwimmerin des Jahres 2010 im SV NRW den
zweiten Platz belegte. Alina-Noreen Linneweber, bei der wir uns
im weiteren Verlauf dieses Portraits auf den Vornamen Alina beschränken,
ist ein echtes Kind der 182.000 Einwohner zählenden Lippestadt
Hamm.
Alina wurde am 31. Mai 1994 in Hamm geboren, wo sie auch heute
noch wohnt und die zehnte Klasse einer Hauptschule besucht. Schwimmsport
betreibt Alina seit ihrem fünften Lebensjahr. Ihr erster
Verein war Rote Erde Hamm. 2006 wurde aus dessen Schwimmabteilung
das Maxi Swim-Team Hamm, dem Alina seit Anfang an angehört.
Einen Vereinswechsel hat sie nie in Erwägung gezogen. "Am
Maxi Swim-Team Hamm gefällt mir besonders der Teamgeist.
Alle hier sind nett, freundlich und unterstützen einen nach
Kräften, wenn man mal Hilfe braucht. Wir sind hier wie eine
richtige Familie", singt Alina ein Loblied auf ihren
Verein.
Von zu Hause ist sie nur bedingt sportlich vorbelastet. Ihre
19-jährige Schwester ist beim Maxi Swim-Team Hamm als Trainerin
einer Aufbaumannschaft tätig, ihre Mutter hat früher
Volleyball gespielt. Volleyball wäre für Alina auch
die Sportart, die sie betreiben würde, wenn sie nicht Schwimmerin
geworden wäre. "Ich mag Mannschaftsport, darum schwimme
ich auch so gerne Staffeln und die DMS", sagt Alina.
Direkte sportliche Vorbilder hat sie nicht. "Ich möchte
mein eigenes Ding durchziehen und mich nicht an anderen orientieren",
erklärt Alina, die natürliche, freundliche und hilfsbereite
Menschen schätzt, um arrogante, eingebildete und wie für
den Laufsteg aufgetakelte Typen jedoch einen großen Bogen
macht.
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Alina Linneweber
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In ihrer Freizeit unternimmt sie gerne etwas mit Freunden.
Kinobesuche und in die Stadt gehen, wobei Cappuccino trinken
und Kuchen essen nicht fehlen sollte, steht dann auf ihrem
Programm. Alinas bevorzugte Schwimmdisziplinen sind Schmetterling
und Freistil von 50 bis 200 Meter, wobei sie die 100 Meterstrecken
am meisten mag. Ihren ersten NRW-Jahrgangstitel holte sie
im Jahr 2008 allerdings über 800m Freistil.
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Wie viele NRW-Jahrgangsmeisterschaften sie bisher insgesamt gewann,
kann sie nicht genau sagen, aber da sind bisher schon jede Menge
Goldmedaillen zusammengekommen. Allein im vergangenen Jahr 2010
gewann Alina neun !!! Jahrgangstitel (fünf auf der Lang-
und vier auf der Kurzbahn). Auch in der offenen Klasse schwamm
die 16-jährige 2010 schon ganz oben mit. Bei den Langbahnmeisterschaften
gewann sie drei Bronzemedaillen.
Die 50m-Bahn liegt ihr übrigens mehr als die Kurzbahn. "Ich
schwimme die Langbahn lieber, weil man da nicht so viele Wenden
machen muss, denn die sind bei mir sehr lahmarschig",
beichtet uns Alina. Auch auf DSV-Ebene konnte Alina schon einige
Glanzlichter setzen. Bei den Deutschen Jahrgangsmeisterschaften
2008 gewann sie über 50 und 100m Freistil jeweils die Bronzemedaille.
2009 gelang ihr das über 50 und 100m Schmetterling, sowie
über 400m Lagen. Ihren größten Erfolg bei Deutschen
Jahrgangsmeisterschaften feierte Alina dann 2010, wo sie über
200m Schmetterling die Silbermedaille gewann. Diesen Erfolg bezeichnet
Alina neben ihren drei Bronzemedaillen in der offenen Klasse 2010
bei den NRW-Meisterschaften als ihre schönsten bisherigen
Erlebnisse im Schwimmsport.
Als peinlichstes Erlebnis nennt sie ein doppeltes "Kunststück"
aus dem Jahr 2008, wo sie über 200m Lagen sowohl bei den
NRW- als auch bei den Deutschen Meisterschaften wegen eines Frühstarts
disqualifiziert wurde. Die Qualifikation für eine JEM hat
Alina leider in den beiden letzten Jahren verpasst. "2009
fehlte mir eine knappe Sekunde. Ich habe aber nach vorne geschaut
und es 2010 noch einmal probiert. Da war ich jedoch nicht gut
drauf und es hat wieder nicht gereicht. 2010 war es aber auch
sehr schwer. Wenn man zum Beispiel innerhalb kürzester Zeit
dreimal hintereinander 200m Schmetterling schwimmen muss, ist
das schon sehr hart", meint Alina.
Ihrer Leistungsbereitschaft hat die verpasste JEM-Qualifikation
nichts anhaben können. "Ich bin sehr ehrgeizig. Ich
gebe immer hundert Prozent. Auch wenn ich hinten dranhänge,
lege ich noch einmal ne Schippe drauf, anstatt zu resignieren.
Überhaupt will ich immer schneller werden und meine beste
Leistung bringen, damit auch mein Trainer stolz auf mich sein
kann", sagt Alina. Für dieses Jahr hat sich Alina-Noreen
Linneweber vorgenommen, bei NRW-Meisterschaften auch einmal in
der offenen Klasse Gold zu gewinnen. "Bronze habe ich
so langsam satt, jetzt muss mal eine andere Farbe ran",
kündigt Alina an.
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Auch bei den Deutschen Jahrgangsmeisterschaften 2011 will
sie angreifen, obwohl sie in ihrem Jahrgang und in ihren
bevorzugten Disziplinen mit der Pforzheimerin Silke Lippok
und der Leipzigerin Juliane Reinhold scheinbar unüberwindliche
Konkurrenz vor der Brust hat. "Die sind schon sehr
stark. Ich sage mir aber immer, nichts ist unmöglich
und versuche es weiter", macht Alina in Optimismus.
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Alina Linneweber (mitte)
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Ihre berufliche Zukunft sieht Alina ebenfalls im Bereich Schwimmen.
Ihr Wunsch wäre es, in einem Bäderbetrieb zu arbeiten zu können,
um auch in ihrem Berufsleben ihrem Lieblingselement Wasser so
nah wie möglich zu sein. Dass die Liebhaberin von Spaghetti-Bolognese
in Hamm längst keine Unbekannte mehr ist ergibt sich auch daraus,
dass sie bei der Wahl zur Sportlerin des Jahres 2010, einem sportlichen
und gesellschaftlichen Großereignis in der Lippestadt, mit 7,1
% der Stimmen den fünften Platz belegte. "Die Nominierung zur
Wahl der Sportlerin des Jahres ist eigentlich das Höchste, was
man als Sportler im Moment in Hamm erreichen kann. Ich sehe das
auch als Ansporn, weiter zu machen und meine Stadt und meinen
Verein in Zukunft weiterhin gut zu präsentieren", sagt Alina.
Wenn das so ist, werden wir im SV NRW an Alina-Noreen Linneweber
künftig noch viel Freude haben.