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Schwimmverband NRW, 13.12.09,
von LSB NRW / A.
Hillebrand
Fünf Millionen Sportlerinnen und Sportler in Nordrhein-Westfalen
sind die Zielgruppe einer großen Organspendekampagne, die
das Landesgesundheitsministerium zusammen mit dem LandesSportBund
gestartet hat.
"Ich finde es unerträglich, dass in Deutschland jeden
Tag drei Menschen sterben müssen, die vergeblich auf ein Spenderorgan
gewartet haben. Deshalb setze ich große Hoffnungen in unsere
Kampagne, denn sie verknüpft in idealer Weise die Begriffe
Sport, Gesundheit und Solidarität." Das sagte Gesundheitsminister
Karl-Josef Laumann heute in Düsseldorf zur Vorstellung der
Aktion "Traumpass", die er gemeinsam mit dem LandesSportBund
ins Leben gerufen hat.
Die Kampagne richtet sich an die mehr als 20.000 Sportvereine im
Land mit rund fünf Millionen Mitgliedern. Sie sollen für
das Thema Organspende sensibilisiert und motiviert werden, einen
Organspendeausweis auszufüllen. Damit können sie dokumentieren,
ob sie nach ihrem Tod Organe spenden wollen. Für die Kampagne
wurden Plakate und Faltblätter mit eingeklebtem Organspendeausweis
gedruckt. Außerdem wird eine Internetseite geschaltet und
es werden Anzeigen und redaktionelle Berichte in der Zeitschrift
des LandesSportBundes "Wir im Sport" veröffentlicht.
LandesSportBund-Präsident Walter Schneeloch: "Die
Beteiligung des LandesSportBundes an der Landesinitiative Organspende'
ist ein Beitrag des organisierten Sports für eine umfassende
Gesundheitspolitik in Nordrhein-Westfalen. Mit der Kampagne Traumpass
- Organspendeausweis' wenden wir uns ganz gezielt an Sportvereine,
weil der Teamgedanke im Sport groß geschrieben wird und weil
gerade Sportlerinnen und Sportler wissen, wie wichtig es ist, anderen
Menschen tatkräftig zur Seite zu stehen."
Minister Laumann ergänzte: "Wir wollen die Menschen dazu
bringen, sich mit dem Thema Organspende zu beschäftigen. Denn
die meisten denken nicht gerne an den eigenen Tod und schieben deshalb
den Gedanken daran und an eine mögliche Organspende weit weg."
Die Konsequenz dieser fatalen Verdrängung - so der Minister weiter
- bedeute, dass laut einer aktuellen Umfrage zwar zwei Drittel der
Bevölkerung bereit wären, nach ihrem Tod Organe zu spenden,
tatsächlich aber nur etwa 17 Prozent einen Organspendeausweis
besitzen.
Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann abschließend: "Ich
hoffe, dass die Traumpass-Kampagne' bei den Sportlerinnen
und Sportlern auf offene Ohren stößt und sie ermutigt,
eine persönliche Entscheidung zu treffen."
Weitere Informationen zur Kampagne Traumpass gibt es auf der neuen
Internetseite www.traumpass.info
und zusätzliche Informationen rund um das Thema Organspende
auf den Internetseiten des Gesundheitsministeriums www.mags.nrw.de
Zahlen und Fakten zum Thema Organspende:
- Etwa 3.700 schwerkranke Menschen in Nordrhein-Westfalen warten
auf ein lebensrettendes Spenderorgan (bundesweit stehen rund 12.000
Patienten auf der Warteliste).
- Die durchschnittliche Wartezeit für eine Nierentransplantation
beträgt etwa fünf Jahre.
- In Nordrhein-Westfalen ist die Zahl der Organspender von 2005
bis 2008 um mehr als ein Viertel gestiegen (von 196 auf 258).
- Im Jahr 2008 war Nordrhein-Westfalen die einzige Organspenderegion
in Deutschland, in der die Zahlen im Vergleich zum Vorjahr gestiegen
sind. In allen anderen Regionen sind sie dagegen gesunken.
- Minister Laumann hat sich seit 2005 gemeinsam mit anderen Akteuren
des Gesundheitswesens intensiv für die Steigerung der Organspenden
eingesetzt, beispielsweise wurden dazu mehr als eine Million Organspendeausweise
im Land verteilt und Krankenhäuser ausgezeichnet, die sich
vorbildlich für die Organspende einsetzen.
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