Schwimmen, 10.10.09,
von Marion
Haas-Faller

Sebastian Iwanow und Hannes Schürmann beide TSV Bayer 04 Leverkusen
(v.lks.)
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Am 26. und 27. September fand im Remscheider Sportbad der
3. Offene BSNW Kurzbahncup, ein Schwimmwettkampf für
behinderte und nichtbehinderte Schwimmer statt. 242 Teilnehmer
aus 24 Vereinen mit 1010 Meldungen waren auf dem hochkarätig
besetzten Wettkampf am Start.
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Gemeldet hatten zum Beispiel die Vereine SSG Bremen/Bremerhaven,
TSV Bayer 04 Leverkusen, Behindertensportverband Berlin, LTSV Forst,
MTV Köln, Telekom Post SG Köln, TG Ennigloh, die BSG Aachen
und viele andere.
Mit Thomas Grimm, Lucas Ludwig, Daniel Schäfer, Maike Naomi
Schnittger, Annika Geller und Tanja Gröpper waren sechs Schwimmer(innen)
der Nationalmannschaft am Start, die den Deutschen Behinderten Sportverband
bei den Europameisterschaften vom 14. bis 25.10. 09 in Reykjavik/Island
vertreten.
Im Nichtbehindertenbereich hatten die Remscheider Topschwimmer
Christoph Fildebrandt und Nils Rötgers beide für die SG
Bayer Wuppertal/Uerdinger/Dormagen startend gemeldet. Der Ausrichter,
die SG Remscheid
schickte alle Teilnehmer der Deutschen Jahrgangsmeisterschaften,
so wie etliche Nachwuchsschwimmer an den Start.
Der Wettkampf begann sofort mit einem Hallenrekord über 1500m
Freistil durch Michelle Jünger (Jg.93) von der SG Remscheid
in 18:03,24 min., worauf Sebastian Iwanow (S8, TSV Bayer 04 Leverkusen)
einen Deutschen Rekord über 1500 Freistil in seiner Startklasse
folgen ließ.
Insgesamt sprangen für die Starter mit Handicap 30 Deutsche
Kurzbahn Rekorde, 1 Europarekord und 6 Weltrekorde am Wochenende
heraus. Durch das Reglement des IPC sind die geschwommenen Europa-
und Weltrekordzeiten leider nur inoffiziell, zeigen aber die Qualität
der Veranstaltung.
Die Remscheider Topschwimmer waren schon erstaunt über diese
Topleistungen und ließen in ihren Rennen Taten folgen. Während
Christoph Fildebrandt Hallenrekord über 50m Freistil in 0:22,69
min schwamm, musste sich Rötgers über 400m Freistil Tobias
Pollap (Startklasse S7) vom TV Wattenscheid 01 knapp geschlagen
geben, der Deutschen Kurzbahn Rekord schwamm.
Die Remscheider Lokalmatadoren, alle für den TSV Bayer 04
Leverkusen startend, schnitten bei ihren Starts sehr gut ab. Anna-Lena
Kintscher (Jg96, Jugend C, Startklasse S8) erschwamm über 50,
100m Rücken und 50, 100m Freistil gute Platzierungen und Unterbot
ihre persönlichen Bestzeiten deutlich.
Ebenfalls mit persönlichen Bestzeiten glänzte Christian
Schmitz (Jg.99, Jugend D, Startklasse S8) bei seinen Starts über
25m Freistil (2.Platz), 50m Freistil (5. Platz), 25m Rücken
(5. Platz) und 50m Rücken ( 1. Platz).
Hannes Schürmann (Jg.97, Jugend C, Startklasse S7) erschwamm
bei 5 Starts fünfmal den 2. Platz und musste sich jeweils nur
Nils Purcell (Nichtbehindert, Jahrgang 96) von der SF Unna geschlagen
geben. Die erschwommenen Zeiten, allesamt neue Bestzeiten über
50 Rücken (0:51,35 min/ 344 Punkte) 100m Rücken (1.47,48
min./ 353 Punkte), 50m Freistil (0:41,20 min./369 Punkte), 100m
Freistil (1:31,46 min./ 353 Punkte) und 400m Freistil (6:53,56 min./398
Punkte) bringen ihn ein Stück näher an die Aufnahme in
den Jugendnationalkader, für den 450 Punkte benötigt werden.
Ein besonderes Erlebnis hatten Jugendliche der Sportjugend Remscheid
die den Wettkampf durch Übernahme von diversen Tätigkeiten
wie z.B. Läufer, Kopierraum und weitere anfallende Tätigkeiten
unterstützten. Zwei von Ihnen mussten die Sehbehinderte Melanie
Uduc vom LTSV Forst Startklasse S12) wegen Erkrankung ihres Trainers
bei ihrem Wettkampf unterstützen. Die Sehbehinderten werden
in einem gewissen Abstand vor den Wenden mit einem Stab berührt,
um ihnen anzuzeigen, dass nun die Wende auszuführen ist. Für
Melanie Uduc zahlte sich die Hilfe der Sportjugend durch Deutsche
Rekorde in ihrer Startklasse aus.
Für den Veranstalter, die SG Remscheid, war der 3. BSNW Cup
eine organisatorische Herausforderung. Die Veranstaltung ist seit
der Erstauflage stetig gewachsen und so reichte eine gute Organisation
bei der direkten Durchführung des Wettkampfes, eine reichhaltige
Bewirtung und ein kompetentes Auftreten gepaart mit Freundlichkeit
aller SG Helfer nicht mehr aus. Da Vereine aus entfernter gelegenen
Städten gemeldet hatten mussten Übernachtungsmöglichkeiten
gesucht werden. Hier sprang die einzigartige Vereinsflora in Remscheid
mit der Stellung von Übernachtungsmöglichkeiten und Bewirtung
in den Vereinsheimen vom Remscheider SV und dem TV Hasten ein. Übernachtungen
in Hotels konnten mit Hilfe des Schwimmwartes des BSNW organisiert
werden.
Der 3. BSNW Kurzbahn Cup war ein Wettkampf mit besonderer Atmosphäre,
bei dem sich Sportler mit ohne Handicap messen konnten. Positiv
auch die Unterstützung für die Schwimmer aus dem Behindertenbereich,
bei dem Versuch Deutsche Rekorde zu schwimmen, seitens der Zuschauer
und nichtbehinderten Aktiven. Positive Resonanz bekam der Ausrichter,
die SG Remscheid, von Oberbürgermeisterin Beate Wilding und
Stadtdirektor Burkardt Mast-Weisz, so wie Willi Keilmann vom Sportbund
Remscheid und Jörg Koch to Krax von der Stadtsparkasse Remscheid,
die alle während des Wettkampfes Siegerehrungen durchführten.
Ein Highlight war eine kleine Hausausstellung eines Remscheider
Sanitätshauses und das Massageangebot am Rande des Wettkampfes.
Als Erinnerung an den Wettkampf durfte jeder Teilnehmer ein schickes
hellblaues T-Shirt zur Erinnerung an ein tolles Wochenende im Remscheider
Sportbad mit nach Hause nehmen.
Der BSNW Kurzbahn Cup ist zumindest in Nordrhein Westfalen der
einzige integrative Schwimmwettkampf auf diesem Leistungsniveau.
Insgesamt zogen die Verantwortlichen der SG Remscheid und die Leistungssportkoordinatorin
des BSNW Marion Haas-Faller ein positives Fazit zum Wettkampf.
Da die Veranstaltung stetig wächst und sich zu etablieren
scheint plant man seitens der SG Remscheid und des Behinderten-Sportverbandes
NW e.V. im Jahre 2010 eine Neuauflage des BSNW Kurzbahn Cups in
Remscheid.
Internet: www.sg-remscheid.de
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