Startseite klick mich!
Startseite
swimpool Startseite Interaktiv Kleinanzeigen und Stellenmarkt Suchen Hilfe
Startseite News

News

Wasserball, 31.10.08, von Jörg Schäfer
SV Krefeld 72 fiebert dem Saisonstart entgegen —
Erste Standortbestimmung in Esslingen

Vergrößerung
Der neue SVK-Chefcoach Gabor Bujka

Die SV Krefeld 72 startet am kommenden Sonntag in Esslingen in ihre 3. Bundesligasaison. Dabei hat sich das Gesicht der Mannschaft gegenüber dem Vorjahr verändert. Mit den Routiniers Simon Wengst, der sich nach seinem beruflichen Wechsel nach Hamburg logischerweise dem Aufsteiger Poseidon angeschlossen hat, und Mannschaftskapitän Christian Jünemann, der zum Lokalrivalen SSF Aegir Uerdingen gewechselt ist, hat eine große Portion Erfahrung den Club von der Palmstraße verlassen.

Hinzu kommt der Wechsel von Eigengewächs Matthias Lebens zum Ligarivalen und Vorrundengegner SGW 98 Waspo Hannover. Hierzu Teammanager Jörg Schäfer: "Der Wechsel von Matthias nach Hannover ist sportlich absolut nachvollziehbar. Matthias hat uns in den ersten 2 Jahren nach dem Aufstieg sehr geholfen, als er trotz seines Studiums in Hannover bei uns geblieben ist. Allerdings war die Vereinbarkeit seines Studiums der Tiermedizin mit Training und Spielen und dem ständigen Pendeln von Studienort nach Krefeld und zurück mit einem enormen, unvertretbaren Aufwand verbunden. Matthias hat die Chance, sich bei Waspo sportlich weiter zu entwickeln. Ich bin sicher, dass er seinen Heimatverein nicht vergisst und wieder zu uns kommt, wenn es ihn wieder in den Westen verschlagen sollte."

Als einziger Neuzugang konnte der frühere Juniorennationalspieler Andreas Jürgens vom ASC Duisburg verpflichtet werden. "Andreas ist eine Verstärkung für uns, passt charakterlich absolut in unser junges Team. und wird uns weiterbringen." ist der Sportliche Leiter Udo Lünebrink vom Duisburger überzeugt.

Die wichtigste personelle Änderung vollzog sich allerdings bei der SVK am Beckenrand. Nach Werner Stratkemper hat nun der Ungar Gabor Bujka die Cheftraineraufgabe übernommen. Damit verbunden war eine völlige Neustrukturierung und Intensivierung der Saisonvorbereitung. Neben 4 x Krafttraining im Studio in der Woche stand auch Ringen, Kraftgymnastik und Zirkeltraining auf dem Programm. Dafür wurde eigens ein Fitnesstrainer engagiert.

"Wir haben den Trainingsaufwand in der Vorbereitung quasi verdoppelt. Alle Jungs haben prächtig mitgezogen. Eins kann ich mit Sicherheit sagen. Die Mannschaft wird körperlich fit in die Saison gehen." fasst Co-Trainer Robert Fuchs die anstrengenden letzten 3 Monate zusammen.

Nach vier erfolgreichen Jahren, als die SVK den Doppelaufstieg aus der Regionalliga zunächst in die 2. Liga und dann in die Bundesliga schaffte und dort nach Platz 13 im Aufstiegsjahr in der abgelaufenen Saison sich auf Platz 11 steigern konnte, stehen an der Palmstraße für die kommende Spielzeit Stabilisierung und Kontinuität im Vordergrund.

Der sportliche Leiter Udo Lünebrink schildert die aktuelle Ausgangslage: "Wir sind bodenständig und heben nicht ab. Die Spielstärke der Mannschaften im Mittelfeld der Deutschen Wasserballliga ist sehr ausgeglichen. Da kann es auch sehr schnell wieder mal nach unten gehen. Unser Konzept mit Gabor Bujka ist zunächst auf 3 Jahre angelegt. Mittelfristig haben wir das Ziel, unter die acht besten Mannschaften zu kommen und damit in die obere Tabellenhälfte vorzustoßen. Vorrangig ist aber zunächst die Integration von talentierten Nachwuchsspielern in unser Bundesligateam. Dass es sich lohnt, Vertrauen in die jungen Spieler zu setzen, sehen wir in Krefeld gerade im Eishockey. Und das ist im Wasserball nicht anders. Die SVK leistet seit Jahren eine hervorragende Nachwuchsarbeit. Wir unterstützen die Nachwuchsoffensive, wie sie unser Bundestrainer Hagen Stamm gefordert hat. Wir wollen, dass unsere jungen Spieler auch im Herrenbereich des eigenen Vereins eine Perspektive haben. Sie werden sportlich gefordert und können sich in Wettkämpfen mit anderen Mannschaften auf Augenhöhe weiterentwickeln. Es bringt dem Wasserball gar nichts, wenn talentierte junge Spieler in die 3-4 Hochburgen des Wasserballs abwandern müssen. Wie sagt man so schön. Konkurrenz belebt das Geschäft. In dem Sprichwort liegt viel Wahrheit und dies gilt auch für die Entwicklung des Wasserballsportes."

Die Augen von Chefcoach Gabor Bujka sind natürlich voll auf den Bundesligastart in Esslingen gerichtet. "Auch wenn Esslingen einige Leistungsträger verloren hat, sind wir klarer Außenseiter, da sich die Mannschaft des früheren Nationalspielers Patrick Weissinger zum einen wieder gezielt verstärken konnte und Patrick selbst die Badehose wieder angezogen hat, wovon insbesondere die jungen Spieler profitieren werden."

"Esslingen hat was zu verlieren, wir nicht. Wir können locker aufspielen und werden sehen, was dabei für uns raus kommt. Der Druck liegt am Wochenende bei unserem Gegner." schiebt Bujka die Favoritenrolle eindeutig Esslingen zu.

Bujka erwartet allerdings von seiner eigenen Mannschaft Einsatz, Disziplin und Kampfeswille. "Wir haben nicht 3 Monate hart gearbeitet, um uns kampflos dem Gegner zu ergeben. Wir müssen kühl bis ans Herz sein, aber heiß. Nur mit Verstand und Leidenschaft können wir zum Erfolg kommen. Dabei müssen wir vor allem diszipliniert auftreten. Dies gilt für die Entscheidungen der Schiedsrichter genauso wie für die taktischen Anweisungen."

Teammanager Jörg Schäfer äußert sich zum Schlüssel für einen erfolgreichen Bundesligastart: "Die Mannschaft ist im Spiel immer bereit, einen großen emotionalen und physischen Aufwand zu leisten. Wir müssen dabei locker bleiben, ansonsten führt dies zur Verkrampfung und zehrt an der Substanz. Ich hoffe auch, dass die jungen Spieler sich was zutrauen und dem Trainer zeigen, dass das Vertrauen, was er in sie setzt, gerechtfertigt ist."

 
Buchempfehlungen aus dem Meyer&Meyer Verlag

zum Seitenanfang
© Schwimmverband Nordrhein-Westfalen e.V. • info@swimpool.de
Letzte Aktualisierung: 31.10.2008 •  webmaster@swimpool.de