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Schwimmen, 20.09.08, von A. Hillebrand / Sabine Busch-Murray
Dritter Euregio Cup in Rheine — Schwimmverband NRW wirbt für das "Aktionsbündnis Pro Bad"
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Die Aktiven der Startgemeinschaft des SV Rheine 68

Unter dem Motto "Schwimmen grenzenlos - Sport verbindet" fand Mitte September der 3. Euregio Cup in Rheine statt. Im Rahmenprogramm des Mannschaftswettkampfes um den Euregio Pokal referierte der Generalsekretär des Schwimmverbandes Nordrhein-Westfalen, Adolf Hillebrand, zum Thema "Bäderschliessungen".

Rheine selbst ist von diesem Albtraum nicht betroffen, in unmittelbarer Nähe jedoch könnte er bald bittere Realität werden. Die Schwimmhalle in Metelen ist ganz aktuell von der endgültigen Schließung bedroht. Für den Traditionsverein Matellia Metelen wäre dies der Todesstoß.

Aber nicht nur für Wassersport treibenden Vereine, sondern auch für das Schulschwimmen und den allgemeinen Volkssport bedeute die Schließung ortsnaher Bäder nicht zuletzt auf dem Hintergrund präventiver Gesundheitsfürsorge und sozialer Strukturbildung einen nicht nachvollziehbaren Kahlschlag, ergänzte Reinhardt te Uhle, Akademieleiter der Europäischen Akademie des Sports.

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v. lks.: Adolf Hillebrand (Generalsekretär des Schwimmverbandes Nordrhein-Westfalen) und Reinhardt te Uhle, Akademieleiter der Europäischen Akademie des Sports

Bäderschließungen stünden im völligen Widerspruch zur vom Schwimmverband erfolgreich angestoßenen Aktion "Schwimmen lernen", die von der Landesregierung NRW über den Innenminister und die Schulbehörden im Rahmen der Kampagne "NRW kann schwimmen" aufgegriffen wurde.

Die Pflege der Bäderlandschaft, so forderte Hillebrand, sei gerade in Zeiten finanzieller Not in den Gemeinden ein zentraler Aspekt. Es stelle sich die Frage, ob man nicht mit Schließungen wirklich spare oder Problemen wie dem allseits beklagten Bewegungsmangel der Kinder und damit verbundenen Folgeerscheinungen wie zunehmendem Übergewicht in allen Altersgruppen Vorschub leiste. "Eine Gemeinde muss sich zu ihrem Bad bekennen, denn es ist Teil der sozialen Infrastruktur und somit ein gewichtiger sogenannter weicher Standortfaktor".

Über das Aktionsbündnis "Pro Bad" unterstützt der Schwimmverband NRW landesweit Badbetreiber und - nutzer bei der Umsetzung konstruktiver Lösungen, die dazu beitragen sollen, eine ortsnahe, vielfältige Bäderlandschaft zu erhalten.

Im Anschluss an das Wort kam dann der Sport selbst zum Tragen. Sechs Mannschaften aus dem Euregio-Raum kämpften mit ihren altersgemischten Mannschaften um Sekunden und Punkte. Am Ende setze sich sowohl bei den Männern als auch den Damen der diesjährige Gastgeber SV Rheine 68 durch und konnte sichtlich zufrieden den Euregio Cup seiner Trophäensammlung hinzufügen.

 
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Letzte Aktualisierung: 20.09.2008 •  webmaster@swimpool.de