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11.03.05,
von sid new media
Die EU plant eine Liberalisierung des Sportwetten-Marktes, was
für den Deutschen Sportbund und die ihm untergliederten Verbände
verheerende Folgen haben könnte. Der DSB ist stark an den Lotterieeinnahmen
beteiligt.
Beim Deutschen Sportbund (DSB) schrillen die Alarmglocken. Eine
von der Europäischen Union (EU) geplante Liberalisierung im
Bereich Sportwetten lässt den DSB um seine bisher erheblichen
Einnahmen durch die staatlichen Lotto-Gesellschaften und Sportwetten-Anbieter
bangen. "Wir bestehen darauf, dass dieser Bereich von der EU-Dienstleistungsrichtlinie
ausgenommen wird", sagte DSB-Präsident Manfred von Richthofen
dazu am Freitag in Frankfurt.
"Das ist eine fundamentale Frage. Sie ist nicht nur für
den DSB existentiell, sondern auch für das Nationale Olympische
Komitee, für die Stiftung Deutsche Sporthilfe und die Landessportbünde,
die alle nach einem bestimmten Verteilerschlüssel zum Beispiel
von den Mitteln aus der Glücksspirale profitieren", betonte
von Richthofen. "Auf Landesebende gibt es schließlich
keinen größeren Förderer als die Lotto-Gesellschaften."
Von Richthofen appeliert an das BMI
Die Befürchtungen beim DSB sind sind groß, dass durch
eine Liberalisierung der Markt so stark für private Anbieter
geöffnet werden könnte, dass diese Fördermittel stark
zurückgehen oder sogar ausbleiben würden.
Der DSB-Chef appellierte an das Bundes-Innenministerium, von der
gemeinsam vereinbarten Linie einer Ausnahmeregelung für diesen
Bereich nicht abzuweichen. "Sollte das BMI seine Meinung inzwischen
geändert haben und einer Liberalisierung zustimmen, dann möchten
wir das wissen", sagte von Richthofen.
© swimpool.de / sid
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