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16.02.05,
von schwimm-press
Kassel (schwimm-press) Nach zwei Titeln bei den Weltmeisterschaften
Anfang Dezember in Dubai und dem „Triple“ bei den Europameisterschaften
im Mai 2004 in Madrid fehlte Britta Kamrau (SC Empor Rostock) im
vergangenen Jahr nur ein Erfolg, um zur absoluten „Königin“ im Langstreckenschwimmen
aufzusteigen: der Sieg im Marathon-Weltcup des Weltschwimm-Verbandes
Fina. Den schnappte ihr Team-Kollegin Angela Maurer (SC Wiesbaden)
weg, die aber wegen einer „Babypause“ in diesem Jahr nicht am Start
sein wird.
„Klar, ich will gewinnen“, sagt Britta Kamrau im Vorfeld der Weltcup-Saison
2005, die am kommenden Samstag (19. Februar) in Rosario/Argentinien
beginnt. Zum Ende der Serie mit insgesamt 13 Rennen steht im Herbst
allerdings noch ein anderer wichtiger Termin für die 25 Jahre alte
Jura-Studentin an: das erste Staatsexamen. „Das hat Vorrang, und
ich büffle auch auf meinen Reisen dafür", versucht die vom US-Fachmagazin
„Swimming World“ zur „Welt-Langstreckenschwimmerin des Jahres 2004“
gekürte erfolgreichste Athletin des Deutschen Schwimm-Verbandes
(DSV) in dieser Disziplin Sport und Studium möglichst optimal zu
koordinieren.
Bereits vor zwei Jahren hatte Britta Kamrau den Fina-Marathon-Weltcup
für sich entschieden, viermal (1999, 2001, 2002 und 2004) belegte
sie Platz zwei. „Das große Saison-Ziel sind aber die Weltmeisterschaften.“
Britta Kamrau möchte ihre TItel von Dubai über zehn und 25 Kilometer
in Montreal (17. bis 31. Juli) nach Möglichkeit verteidigen. „Hoffentlich
ist das Wasser dort nicht zu kalt.“ Ihr sind Rennen in wärmeren
Gefilden lieber. Wie jetzt zum Auftakt gleich dreimal in Argentinien.
Dort genießt die blonde Deutsche inzwischen fast schon Kult-Status.
Nicht zuletzt wegen ihrer ausgezeichneten spanischen Sprachkenntnisse
und ihres Lebenspartners Augusto Corestein, der aus dem „Land der
Gauchos“ stammt. Der Medizin-Student wird bei den Rennen in seiner
Heimat wieder als Betreuer im Begleitboot sitzen.
Zum Auftakt in Rosario geht es über eher „kurze“ 21 Kilometer.
Es folgen die 57 Kilometer von Santa Fe (27. Febuar) und am 6. März
das mit 88 Kilometer längste Rennen der Welt im Rio Parana bei der
Stadt Parana. Während Britta Kamrau bei allen drei Rennen startet,
wird Christian Hansmann (SSC Erfurt) in Santa Fe und in Parana mit
von der Partie sein. Im vergangenen Jahr hatte er in der Gesamtwertung
Rang 14 belegt. Ihr Weltcup-Debüt wird die 26 Jahre alte Anne Kuhn
(LSC Wiesbaden) bei den 88 Kilometern von Parana geben.
Wer alle Rennen bestreitet, muss insgesamt 354 Kilometer zurücklegen.
Für die Gesamtwertung hat die Fina 81.000 US-Dollar ausgeschüttet.
Die Sieger bei Männern und Frauen erhalten jeweils 15.000, Platz
acht wir noch mit 500 US-Dollar honoriert. Außerdem stellen die
13 Weltcup-Veranstalter zusammen weitere 215 000 US-Dollar zur Verfügung.
Voraussetzung für einen Platz in der Weltcup-Gesamtwertung ist ein
Start in mindestens drei der vier Erdteil-Zonen.
Die Termine im Fina-Marathon-Weltcup 2005
19. Februar Rosario/Argentinien (21 Km) - Südamerika-Zone
27. Februar Santa Fe/Argentinien (57 Km) - Südamerika-Zone
6. März Parana/Argentinien (88 Km) - Südamerika-Zone
2. April Canon del Sumidero/Mexiko (15 Km) - Nord-/Zentralamerika-Zone
12. Juni London (10 km) - Europa-/Afrika-Zone
26. Juni Sabac/Serbien-Montenegro (19 Km) - Europa-/Afrika-Zone
2. Juli Capri-Neapel/Italien (32 Km) - Europa-/Afrika-Zone
30. Juli Lac St. Jean/Kanada (32 Km) - Nord-/Zentralamerika-Zone
6. August Lac Magog/Kanada (40 km) - Nord-/Zentralamerika-Zone
11. September Ismailia/Ägypten (10 km) - Europa-/Afrika-Zone
17. September Al Fujairah/Vereinigte Arabische Emirate (10 km) -
Asien-Zone
23. September Dubai/Vereinigte Arabische Emirate (10 km) – Asien-Zone
1. Oktober Repulse Bay/Hongkong (10 km) - Asien-Zone
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