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30.01.05,
von sid new media
Montreals Bürgermeister Gerald Tremblay will sich bei einem
Treffen mit Fina-Präsident Mustapha Larfaoui erneut um die
Ausrichtung der Schwimm-WM bemühen. Zuvor war den Kanadiern
die Ausrichtung entzogen worden.
Die kanadische Metropole Montreal hofft weiterhin auf die Ausrichtung
der 11. Schwimm-Weltmeisterschaften im Sommer. Montreals Bürgermeister
Gerald Tremblay trifft sich zu Beginn der nächsten Woche in
Paris mit dem Präsidenten des Weltschwimmverbandes Fina, Mustapha
Larfaoui. Bei einer außerordentlichen Sichzung am 19. Januar
hatte das Fina-Bureau den Kanadiern die Titelkämpfe vom 17.
bis 31. Juli wegen Finanzproblemen entzogen hatte.
Montreal will Finanzprobleme ausgleichen
Bereits einen Tag später signalisierte Tremblay, dass die
Stadt nun doch das geschätzte Defizit in Höhe von zuletzt
rund zehn Millionen kanadischen Dollar (rund 6,5 Millionen Euro)
übernehmen wolle. So fürchtete nicht zuletzt Kanadas Premierminister
Jean Chretien einen Imageverlust für sein Land, das in fünf
Jahren in Vancouver auch Gastgeber der Olympischen Winterspiele
2010 sein wird. Chretien soll "leichten Druck" auf die
Stadt Montreal, 1976 Gastgeber der Sommerspiele, und auch auf die
Provinzregierung von Quebec ausgeübt haben.
Moskau und Berlin als mögliche Ersatz-Ausrichter
Die Fina hatte danach die WM im Schwimmen, Wasserspringen, Synchronschwimmen,
Langstreckenschwimmen und Wasserball neu ausgeschrieben. Bis vergangenen
Freitag mussten entsprechende Bewerbungen am Sitz des Verbandes
in Lausanne eingegangen sein. Neben Moskau hatte auch der Deutsche
Schwimm-Verband (DSV) sein Interesse mit Berlin bekundet.
"Unsere Finanzierungsgespräche mit entsprechenden Stellen
in der Hauptstadt sind noch nicht abgeschlossen", erklärte
DSV-Generalsekretär Jürgen Fornoff (Kassel), der den Etat
auf "zwölf bis 16 Millionen Euro" schätzt. Montreal
hatte mehr als das Doppelte geplant, allerdings einschließlich
von Infrastrukturmaßnahmen.
Daneben galt Athen als heißer Ersatz-Kandidat. Dort wären
sämtliche benötigten Wettkampfanlagen von den Olympischen
Spielen im vergangenen Sommer noch vorhanden. Welche Städte
sich bis Freitag bei der Fina beworben haben, teilte diese bislang
nicht mit.
© swimpool.de / sid
new media / www.wir-im-sport.de
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