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Christian Keller (2. v.re.) mit den Referenten Gerhard Hasler
(2. v.li.) und Michael Klein (re.) und dem Lehrwart Gerd Nottelmann
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Anlässlich der jüngsten Trainer-C-Lizenz-Ausbildung
des Schwimmverbandes NRW führte der Lehrwart für
den Fachbereich Schwimmen, Gerd Nottelmann, mit dem Teilnehmer
Christian Keller folgendes Interview.
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swimpool: Wann hast du mit dem
Schwimmsport begonnen?
Keller: Angefangen zu Schwimmen
habe ich mit 5 Jahren, also mittlerweile 5/6 meines Lebens! Mit
dem Leistungssport habe ich 1986 in groben Zügen begonnen,
als mich mein jetziger Trainer, Horst Melzer, entdeckt hat. Nach
dem Gewinn des Jugendeuropameister-Titel im Jahr 1988 habe ich dann
mit dem Hochleistungssport begonnen.
swimpool: Mit wie viel Jahren hast
du deinen 1. Wettkampf geschwommen und welche Erinnerung hast du
daran?
Keller: Meinen ersten Wettkampf
habe ich 1978 bestritten. Ich musste 25 m Brust schwimmen und habe
die letzten 5 m kaum geschafft. Da meine Eltern und Geschwister
dabei waren, wollte ich nicht aufgeben und habe Spass am Schwimmen
gefunden.
swimpool: Was waren bisher dein
größter Erfolg während der Zugehörigkeit zur
Nationalmannschaft?
Keller: Meine persönlich
grössten Erfolge waren 1989: 2-facher Jugendeuropameister mit
Jugendeuroparekord über 200m Freistil in 1:51,48. An diese
JEM habe ich ganz fantastische Erinnerungen. Leider sind nur noch
Sandra Völker und ich von dieser tollen Mannschaft dabei. 1993:
1. Kurzbahnweltmeister des DSV bei der WM auf Mallorca über
200m Lagen mit DR. 1996: Bronzemedaille bei den Olympischen Spielen
in Atlanta in der 4x200m-Freistilstaffel. 2000: Vize-Europameister
über 200m Lagen auf der Kurz+Langbahn. Insgesamt 32-facher
Deutscher Einzelmeister
swimpool: Welche sportlichen Ziele
möchtest du noch realisieren?
Keller: Teilnahme an der WM 2003
und Olympischen Spielen 2004 in Athen
swimpool: Wer waren die drei wichtigsten
Trainer in deiner Laufbahn?
Keller: Horst Melzer, Gisela Niechcial,
Willi Löbbert
swimpool: Was hat dich dazu bewogen,
noch während der aktiven Zeit mit der Trainerausbildung zu
beginnen und welche Lizenz strebst du an?
Keller: Mich hat es sehr motiviert,
meine eigenen Erfahrungen und Kenntnisse, die ich mir in den letzten
25 Jahren Schwimmsport angeeignet habe, in Einklang mit einer guten
Ausbildung zu bringen. Niemand ist vollkommen, umso wichtiger ist
für mich mein theroretisches Wissen weiter zu entwickeln und
zu optimieren. Dabei strebe ich in naher Zukunft an, die A-Lizenz
erwerben.
swimpool: Wie wirst du diese neuen
Kenntnisse, die du während der Ausbildung erhältst, in
der Praxis einsetzen?
Keller: Mein Trainer Horst Melzer
und ich arbeiten in einem partnerschaftlichen Verhältnis zusammen.
Somit gestalte ich auch das Trainingsprogramm mit. Hierbei werde
ich die vermittelten Kenntnissse aus der Ausbildung mit meinen subjektiven
Erfahrungen paaren und umsetzen. Das gleiche gilt für die Zukunft,
wenn ich meine Erkenntnisse und Erfahrungen an junge und talentierte
Schwimmer weitergeben werde.
swimpool: In welchem Verein wirst
du als Trainer arbeiten und welche Ziele hast du dabei?
Keller: Es liegt noch kein konkretes
Angebot vor. Das könnte sich allerdings ändern, wenn ich
im Jahr 2004 mit dem aktiven Schwimmsport aufhören werde. Wobei
ich mir auch vorstellen könnte, bei meinem Heimatverein, dem
Werdener TB, Nachwuchsarbeit zu übernehmen, um an der Basis
zu arbeiten und eine gutes Grundlagentraining zu vermitteln. Ich
bin für alles offen! Dabei möchte ich allerdings nicht
meine Arbeit bei der Deutschen Bank vernachlässigen.
swimpool: Christian, ich danke
dir für das Gespräch!
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