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Schwimmen, 20.12.02, von Adolf Hillebrand
Christian Keller mit Trainer-C-Lizenz: "Werde Erfahrungen an talentierte Schwimmer weitergeben"

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Christian Keller (2. v.re.) mit den Referenten Gerhard Hasler (2. v.li.) und Michael Klein (re.) und dem Lehrwart Gerd Nottelmann

Anlässlich der jüngsten Trainer-C-Lizenz-Ausbildung des Schwimmverbandes NRW führte der Lehrwart für den Fachbereich Schwimmen, Gerd Nottelmann, mit dem Teilnehmer Christian Keller folgendes Interview.

swimpool: Wann hast du mit dem Schwimmsport begonnen?

Keller: Angefangen zu Schwimmen habe ich mit 5 Jahren, also mittlerweile 5/6 meines Lebens! Mit dem Leistungssport habe ich 1986 in groben Zügen begonnen, als mich mein jetziger Trainer, Horst Melzer, entdeckt hat. Nach dem Gewinn des Jugendeuropameister-Titel im Jahr 1988 habe ich dann mit dem Hochleistungssport begonnen.

swimpool: Mit wie viel Jahren hast du deinen 1. Wettkampf geschwommen und welche Erinnerung hast du daran?

Keller: Meinen ersten Wettkampf habe ich 1978 bestritten. Ich musste 25 m Brust schwimmen und habe die letzten 5 m kaum geschafft. Da meine Eltern und Geschwister dabei waren, wollte ich nicht aufgeben und habe Spass am Schwimmen gefunden.

swimpool: Was waren bisher dein größter Erfolg während der Zugehörigkeit zur Nationalmannschaft?

Keller: Meine persönlich grössten Erfolge waren 1989: 2-facher Jugendeuropameister mit Jugendeuroparekord über 200m Freistil in 1:51,48. An diese JEM habe ich ganz fantastische Erinnerungen. Leider sind nur noch Sandra Völker und ich von dieser tollen Mannschaft dabei. 1993: 1. Kurzbahnweltmeister des DSV bei der WM auf Mallorca über 200m Lagen mit DR. 1996: Bronzemedaille bei den Olympischen Spielen in Atlanta in der 4x200m-Freistilstaffel. 2000: Vize-Europameister über 200m Lagen auf der Kurz+Langbahn. Insgesamt 32-facher Deutscher Einzelmeister

swimpool: Welche sportlichen Ziele möchtest du noch realisieren?

Keller: Teilnahme an der WM 2003 und Olympischen Spielen 2004 in Athen

swimpool: Wer waren die drei wichtigsten Trainer in deiner Laufbahn?

Keller: Horst Melzer, Gisela Niechcial, Willi Löbbert

swimpool: Was hat dich dazu bewogen, noch während der aktiven Zeit mit der Trainerausbildung zu beginnen und welche Lizenz strebst du an?

Keller: Mich hat es sehr motiviert, meine eigenen Erfahrungen und Kenntnisse, die ich mir in den letzten 25 Jahren Schwimmsport angeeignet habe, in Einklang mit einer guten Ausbildung zu bringen. Niemand ist vollkommen, umso wichtiger ist für mich mein theroretisches Wissen weiter zu entwickeln und zu optimieren. Dabei strebe ich in naher Zukunft an, die A-Lizenz erwerben.

swimpool: Wie wirst du diese neuen Kenntnisse, die du während der Ausbildung erhältst, in der Praxis einsetzen?

Keller: Mein Trainer Horst Melzer und ich arbeiten in einem partnerschaftlichen Verhältnis zusammen. Somit gestalte ich auch das Trainingsprogramm mit. Hierbei werde ich die vermittelten Kenntnissse aus der Ausbildung mit meinen subjektiven Erfahrungen paaren und umsetzen. Das gleiche gilt für die Zukunft, wenn ich meine Erkenntnisse und Erfahrungen an junge und talentierte Schwimmer weitergeben werde.

swimpool: In welchem Verein wirst du als Trainer arbeiten und welche Ziele hast du dabei?

Keller: Es liegt noch kein konkretes Angebot vor. Das könnte sich allerdings ändern, wenn ich im Jahr 2004 mit dem aktiven Schwimmsport aufhören werde. Wobei ich mir auch vorstellen könnte, bei meinem Heimatverein, dem Werdener TB, Nachwuchsarbeit zu übernehmen, um an der Basis zu arbeiten und eine gutes Grundlagentraining zu vermitteln. Ich bin für alles offen! Dabei möchte ich allerdings nicht meine Arbeit bei der Deutschen Bank vernachlässigen.

swimpool: Christian, ich danke dir für das Gespräch!

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Letzte Aktualisierung: 20.12.2002 •  webmaster@swimpool.de
 
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