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Als Gesundheitssport wird jede Art sportlicher Betätigung
bezeichnet, bei der als Ziel die Erhaltung, Verbesserung und/oder
Wiederherstellung der Gesundheit im Mittelpunkt
stehen. Physische, psychosoziale sowie personale Gesundheitsressourcen
(Schutzfaktoren) werden gleichermaßen gefördert.
Quelle: Deutsche Sporthochschule Köln -
Seminar: Trainingslehre - Freizeit- und breitensportliche Aspekte
WS 2001/2002, A. Osterburg; Referenten: Max Huckauf, Max Wilke

Der Schwimmverband NRW vertritt das ganzheitliche Gesundheitsverständnis
(link zu Gesundheit! Was ist das?) gemäß Definition der
World Health Organisation (WHO). Der Gesundheitssport "Schwimmen"
besser gesundheitsfördernder "Aquasport"
kann einen wichtigen Beitrag in Primärprävention,
Verhaltensprävention und Verhältnisprävention
leisten.
Die Fachsparte Breiten-, Freizeit- und Gesundheitssport im Schwimmverband
NRW konzentriert sich auf gesundheitsorientierte Bewegungsangebote
mit präventivem, gesundheitsförderndem Charakter. Angebote
in der Rehabilitation (Sekundärprävention
und Tertiärprävention) erfordern spezielle
Aus-, Fort- und Weiterbildungen und sind nicht die erste Priorität
der Schwimmvereine.
Das Gesundheitsverständnis wurde am 02. Februar 2006 vom Präsidium
des Schwimmverbandes NRW verabschiedet. Damit setzen der Schwimmverband
NRW und die Fachsparte Breiten-, Freizeit und Gesundheitssport ein
weiteres innovatives Zeichen in Nordrhein-Westfalen und im Deutschen
Schwimm-Verband.

Aquasport
Als Aquasport kann man alle Aktivitäten im, am und unter Wasser
bezeichnen wobei die Körperlage im Wasser keine Rolle spielt.
Der Begriff "Schwimmen" suggeriert lediglich die klassischen
Schwimmarten in der horizontalen Körper- und Wasserlage. Aktivitäten
wie Aquajogging, Aqua Fitness und Wassergymnastik finden in der
vertikalen Körperausrichtung im Wasser statt.
Primärprävention
Wendet sich an gesunde Menschen und versucht, durch das Ausschalten
oder Vermeiden von Krankheitsursachen und Risikofaktoren die Entstehung
einer Krankheit zu verhindern. Beispiele dafür sind Impfungen
sowie Aufklärungskampagnen der Bevölkerung zu Volkskrankheiten
und deren Risikofaktoren. Primärprävention gilt als der
"Prototyp" der Prävention (Leppin, 2004).
Sekundärprävention
Hat das Ziel, Krankheiten möglichst frühzeitig zu erkennen,
bevor Beschwerden oder Krankheitssymptome auftreten. Ein klassisches
Beispiel sind die Krebsvorsorge- bzw. Früherkennungsuntersuchungen
beim Arzt. So können sich in Deutschland Frauen über 20
Jahre und Männer über 45 Jahre einmal jährlich auf
bestimmte bösartige Erkrankungen untersuchen lassen (Krebsfrüherkennung).
Personen über 35 Jahre dürfen jedes zweite Jahr eine Untersuchung
auf Herz- Kreislauf- und Nierenerkrankungen sowie auf Diabetes mellitius
in Anspruch nehmen (Leppin, 2004).

Tertiärprävention
Wendet sich an Personen, die bereits an einer Krankheit leiden und
behandelt werden. Ziel ist es, das Fortschreiten und Folgeschäden
der bereits manifest gewordenen Erkrankung zu verhindern, einzuschränken
oder zeitlich hinauszuzögern. "In diesem weiten Begriffsverständnis
umschließt sie die medizinische Behandlung chronischer Krankheiten"
(Rosenbrock & Gerlinger, 2004, S. 58). Außerdem sollen
- zum Beispiel nach einem Herzinfarkt - Rückfälle vermieden
werden.
Darüber hinaus ist eine Einteilung von Verhaltens- und Verhältnisprävention
üblich (Rosenbrock & Gerlinger, 2004, S. 58).
Verhaltensprävention
versucht, gesundheitsgefährdende Lebensstile von Einzelpersonen
oder Gruppen abzubauen sowie gesundheitsförderliche zu stärken.
Ein wichtiges Instrument ist hier die Gesundheitsberatung.
Verhältnisprävention
Zielt auf die Gestaltung der Lebens-, Arbeits- und Umweltbedingungen,
weil sie die Rahmenbedingungen für Gesundheitserhaltung bzw.
Krankheitsentstehung legen. Beispiele sind gesundheitlicher Verbraucherschutz,
Gesetzte zur Reduzierung von Gesundheitsgefahren, das Einrichten
von Nichtraucherzonen sowie Gesundheitsverträglichkeitsprüfungen.
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